Antisemitismus in Australien: Sachverständiger warnt vor alten und neuen Stereotypen
Wichtige Fakten
- • Antisemitismus basiert auf negativen Stereotypen und Tropen über Juden.
- • Der Protokolle der Weisen von Zion-Mythos wurde modernisiert.
- • Rich plädiert für flexible Definition von Antisemitismus.
- • Kritik an Israel könne mit Antisemitismus verwechselt werden.
- • Kollektivschuld ist heute zentraler Baustein des Rassismus.
Vor der australischen Königlichen Kommission zu Antisemitismus und sozialem Zusammenhalt hat der Sicherheitsexperte Dr. Dave Rich über die Entwicklung antisemitischer Stereotype ausgesagt. Alte Verschwörungsmythen wie die gefälschten "Protokolle der Weisen von Zion" seien modernisiert worden, so Rich, Direktor des Community Security Trust. Er definierte Antisemitismus als Vorurteil, Diskriminierung, Feindseligkeit oder Hass gegen Juden. Um wirksame Maßnahmen ergreifen zu können, müssten Regierungen Antisemitismus genau definieren.
Rich diskutierte die umstrittene IHRA-Definition, die von manchen als Einschränkung der Israel-Kritik gesehen wird. Er bezeichnete sie als praktisches Werkzeug und nicht als starre Definition. In der heutigen Zeit sei die Vorstellung von kollektiver Schuld ein zentraler Rassismus-Baustein: Juden würden kollektiv für das Handeln Israels verantwortlich gemacht.
Die nächsten Anhörungen ab dem 25. Mai werden sich mit dem Verhalten der Sicherheitsbehörden befassen.
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