CSU-Vize Weber drängt auf Neuausrichtung: 'Debatte anstoßen'
Wichtige Fakten
- • Weber bekräftigt Kurswechsel der CSU in Interview.
- • Er bestreitet Ambitionen auf Parteichef-Posten Söders.
- • Weber fordert mehr inhaltliche Debatte in der Partei.
- • Er warnt vor Höhenflug der AfD ohne eigene Perspektive.
- • Kommunalwahl-Ergebnis der CSU war 'durchwachsen'.
CSU-Vize Manfred Weber hat seine Forderungen nach einer Neuausrichtung der Partei bekräftigt. In einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte Weber: 'Wir brauchen den Mut, nicht den Umfragewerten zu folgen, sondern dem Herzen.'
Auf die Frage, ob er Parteichef Markus Söder stürzen wolle, entgegnete Weber, es gehe ihm um eine notwendige inhaltliche Debatte, nicht um Personaldebatten. Er betonte, die Menschen wollten spüren, dass Volksparteien für etwas brennen.
Weber verwies auf das 'durchwachsene' Abschneiden der CSU bei der jüngsten Kommunalwahl in Bayern. Um den Höhenflug der AfD zu stoppen, reiche nicht allein gutes Regieren; die Partei müsse eine Perspektive für morgen aufbauen. Der 'Pfingstbrief' Webers an Mandatsträger hatte bereits für Aufmerksamkeit gesorgt und war teils als Frontalangriff auf Söder verstanden worden. Kritik an Weber kam unter anderem von Fraktionschef Klaus Holetschek.
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