Xavier Naidoo verbreitet bei Demo erneut Verschwörungsmythen
Wichtige Fakten
- • Xavier Naidoo behauptete bei einer Demo in Berlin, es gäbe 'Menschenfresser' und Pädophilenringe unter Politikern.
- • Die Epstein-Akten enthalten keine Beweise für satanischen Kindesmissbrauch oder Kannibalismus, wie von Naidoo behauptet.
- • Naidoo verbreitet seit Jahren Verschwörungsmythen, darunter QAnon-Narrative und antisemitische Inhalte.
- • Die Organisatoren der Demo distanzierten sich von Naidoos Aussagen und warfen ihm Instrumentalisierung vor.
- • Experten warnen vor der Gefahr von Gewalt durch solche Verschwörungserzählungen.
Verschwörungsmythen bei Demonstration
Bei einer Demonstration für Opferschutz in Berlin hat der Sänger Xavier Naidoo erneut unbelegte Verschwörungsmythen verbreitet. Er sprach von 'Menschenfressern' und behauptete, deutsche Politiker und die Justiz seien in Pädophilenringen verstrickt. Die Organisatoren der Demo, Justice for Survivors, distanzierten sich von seinen Aussagen und warfen ihm vor, die Veranstaltung zu instrumentalisieren.
Keine Belege in Epstein-Akten
Naidoos Behauptungen, etwa zu satanischem Kindesmissbrauch oder Kannibalismus, finden in den veröffentlichten Epstein-Akten keine Bestätigung. Experten wie Josef Holnburger vom CeMAS weisen darauf hin, dass solche Narrative oft auf QAnon-Verschwörungserzählungen basieren und keine faktische Grundlage haben. Die Akten enthalten zwar eine anonyme Zeugenaussage zu Kindesverzehr, das FBI fand jedoch keine Beweise dafür.
Wiederholtes Muster
Naidoo hat seit Jahren Verschwörungsmythen, homophobe und antisemitische Aussagen verbreitet, wurde 2022 angeklagt und entschuldigte sich vage, ohne konkrete Rücknahmen. Sein Comeback mit einer Konzerttour und der jüngste Auftritt zeigen, dass er sein Weltbild weiter propagiert. Medien aus der rechtsextremen Szene waren bei der Demo anwesend, was die Einbettung in entsprechende Kreise unterstreicht.
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