Alan Jones-Prozess: Früherer Fahrer berichtet von sexuellen Übergriffen
Wichtige Fakten
- • Alan Jones, 85, plädiert auf nicht schuldig bei 22 Anklagepunkten.
- • Complainant C berichtet von ungewolltem Anfassen im Auto und Aufzug.
- • Er fühlte sich durch Machtgefälle und Angst zum Schweigen gebracht.
- • Der Vorfall ereignete sich Anfang der 2000er Jahre bei 2GB.
- • Jones soll Täter von sechs weiteren Personen beschuldigt werden.
Anschuldigungen im Detail
Im Prozess gegen den ehemaligen australischen Radiomoderator Alan Jones hat ein weiterer mutmaßlicher Zeuge ausgesagt. Der Mann, der als Complainant C bezeichnet wird, beschreibt, wie der 85-jährige Jones ihn mehrmals unsittlich berührt haben soll. Die Vorfälle ereigneten sich in den 2000er Jahren, als der damals 18-Jährige als Fahrer für Jones arbeitete.
Machtdynamik und Ohnmacht
Der Zeuge schilderte, dass er sich aufgrund der besonderen Machtverhältnisse nicht wehren konnte. Er fühlte sich "verletzt" und "gefangen", vor allem in der engen Situation im Aufzug. Jones sei sein Chef gewesen, er habe über seine Karriere entschieden. Aus Angst und Scham habe er sich nicht gewehrt oder die Vorfälle gemeldet. Diese Aussagen unterstreichen die emotionale Belastung und das Machtgefälle.
Widerstand und Schuldgefühle
Am Freitag zeigte sich C sichtlich bewegt, als er die Ereignisse schilderte. Er habe versucht, den Kuss zu vermeiden, indem er den Kopf einzog und den Mund fest verschloss. Die Angst vor beruflichen Konsequenzen und die Sorge, als "Jones' Spielzeug" zu gelten, hätten ihn zum Schweigen gebracht. An einem anderen Tag, bei einem Mittagessen, musste er ertragen, dass ein Kollege die Hand von Jones auf seinem Bein bemerkte, griff aber nicht ein, um keine Aufmerksamkeit zu erregen.
Alltag und Abhängigkeit
C beschrieb auch den ungewöhnlichen Alltag als Fahrer, der jedoch handfeste Vorteile bot: ein Gehalt von 40.000 Dollar pro Jahr – für einen jungen Mann, der in der Radioindustrie Fuß fassen wollte, eine große Chance. Er bestand darauf, dass er die Zuwendungen nicht als Gegenleistung für sexuelle Gefälligkeiten interpretierte, sondern als Weg, um in der Branche anzukommen. Die Aussagen des Complainant C sind Teil des laufenden Verfahrens, das weitere Zeugen und Details zutage fördern könnte.
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