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Forschende aus Gießen untersuchen das Gift des Ammen-Dornfingers
- • Der Ammen-Dornfinger ist die giftigste Spinne Deutschlands und kann schmerzhafte Bisse verursachen.
- • Forscher aus Gießen haben das Gift des Ammen-Dornfingers analysiert und dabei insbesondere Phospholipase A2 entdeckt.
- • Phospholipase A2 ist ein Enzym, das Zellstrukturen angreift und könnte in der Tumortherapie nützlich sein.
"Die Forschung am Gift des Ammen-Dornfingers könnte neue Ansätze in der Tumortherapie ermöglichen, erfordert jedoch weitere Untersuchungen. Die Verbreitung der Spinne könnte zunehmen, was zur Entwicklung von Antidots relevant werden könnte."
Krebs in Deutschland: Weniger Sterbefälle trotz hoher Neuerkrankungen
- • Nahezu jeder zweite Mensch in Deutschland hat im Laufe seines Lebens mit einer Krebserkrankung zu kämpfen.
- • Im Jahr 2023 wurden bei etwa einer halben Million Menschen in Deutschland neue Krebserkrankungen diagnostiziert.
- • Prostatakrebs und Brustkrebs sind die häufigsten Krebsarten bei Männern und Frauen.
"Trotz steigender Neuerkrankungen führt die frühere Diagnose und verbesserte Behandlung zu einer sinkenden Sterberate."
AlphaGenome von DeepMind: Ein Schritt in Richtung personalisierter Medizin
- • Die KI AlphaGenome von DeepMind entschlüsselt, wie Gene in Zellen gesteuert werden.
- • AlphaGenome kann simultane Analysen großer Genombereiche (bis zu einer Million Basenpaare) durchführen.
- • Die KI zeigt die Interaktion zwischen weit entfernten Genen und DNA-Schaltern auf.
"Während die Entwicklung spezifischer Behandlungen auf Basis der AlphaGenome-Erkenntnisse noch Jahre in Anspruch nehmen wird, ist das Potenzial zur Verbesserung der personalisierten Medizin enorm. Zukünftige Forschungen könnten ermöglichen, genetische Krankheiten gezielt zu therapieren."
Neue Studie zeigt dramatische Auswirkungen von Pestiziden auf Bodenökosysteme in Europa
- • Eine neue Studie im Fachmagazin Nature zeigt, dass Pestizidrückstände signifikante Auswirkungen auf Bodenlebewesen in Europa haben.
- • Das Forschungsteam, geleitet von Julia Köninger und Maëva Labouyrie, analysierte fast 400 Bodenproben aus 26 europäischen Ländern.
- • Die Proben ergaben Rückstände von 63 unterschiedlichen Pflanzenschutzmitteln, darunter das Abbauprodukt AMPA von Glyphosat.
"Um den Einfluss von Pestiziden auf Bodenökosysteme und die landwirtschaftliche Produktion besser zu verstehen, ist eine vertiefte Forschung notwendig. Bestehende Pläne zur Erleichterung der Pflanzenschutzmittel-Zulassung müssen angesichts der neuen Erkenntnisse kritisch hinterfragt werden."
Podcast 11KM: Ukraine-Konflikt im Fokus
- • Elena Kuch und David Krause moderieren den Podcast 11KM.
- • Der Podcast bietet detaillierte Recherchen und neue Perspektiven.
- • Fokus liegt u.a. auf aktuellen Themen wie dem Ukraine-Konflikt.
"Der Podcast könnte das Verständnis des Ukraine-Konflikts vertiefen."
Plastikkreislauf bedroht weiterhin die globale Gesundheit: Neue Studienergebnisse veröffentlicht
- • Der weltweite Plastikverbrauch könnte sich bis 2060 fast verdreifachen.
- • Selbst im optimistischsten Szenario werden im Jahr 2040 etwa 2,6 Millionen gesunde Lebensjahre weltweit verloren.
- • Bei unveränderter Entwicklung könnten sich die Gesundheitsschäden bis 2040 mit 4,5 Millionen verlorenen Lebensjahren mehr als verdoppeln.
"Die Bedrohung durch den Plastikkreislauf bleibt gravierend, und es besteht dringender Handlungsbedarf, um die zukünftige Belastung durch Kunststoffemissionen zu reduzieren. Eine international koordinierte Politik ist unerlässlich, um die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit zu minimieren."
Wegweisende Forschungsarbeit zu Gehirntumoren: Venkataramani ausgezeichnet
- • Varun Venkataramani wird mit dem Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Nachwuchspreis 2026 ausgezeichnet.
- • Glioblastome nutzen elektrische Signale von Nervenzellen zur Förderung ihres Wachstums.
- • Ein Medikament namens Perampanel wird in Studien getestet, um Tumorwachstum zu verlangsamen.
"Venkataramanis Forschung könnte neue Therapieansätze für verschiedene Krebsarten bringen."
Neue Hoffnung in der Glioblastom-Forschung: Venkataramani erhält Nachwuchspreis 2026
- • Glioblastome sind aggressive Hirntumoren, die oft innerhalb von 18 Monaten nach Diagnose tödlich sind.
- • Varun Venkataramani hat entdeckt, dass Glioblastome Synapsen mit gesunden Nervenzellen bilden.
- • Tumorzellen nutzen diese Synapsen, um elektrische Signale für ihr Wachstum zu nutzen.
"Venkataramanis Entdeckungen eröffnen neue Perspektiven in der Behandlung von Glioblastomen und möglicherweise auch anderen Krebsarten. Die laufenden klinischen Studien könnten bald neue Behandlungsoptionen bieten."
Die Bedeutung der Handschrift im digitalen Zeitalter
- • Viele Schülerinnen und Schüler können nicht länger als eine halbe Stunde ohne Ermüdung oder Verkrampfungen handschriftlich schreiben.
- • Forscher betonen, dass Handschrift das Lernen unterstützt, indem bewusste Informationen ausgewählt und im Gehirn verankert werden.
- • An der Gesamtschule in Kempen wird bewusst auf eine hybride Nutzung von Tablets und Handschrift gesetzt, um die Vorteile beider Methoden zu kombinieren.
"Die Kombination von digitalen und analogen Lernmethoden bleibt zentral, um Schüler auf die Herausforderungen der modernen Welt vorzubereiten. Die Bedeutung der Handschrift wird dabei weiterhin als unverzichtbar in der Bildung gesehen."
Frühkindliche Naturerlebnisse prägen schulische Erfolge: Neue Erkenntnisse
- • Frühkindliche naturwissenschaftliche Erlebnisse verbessern das spätere schulische Wissen.
- • Erzieherinnen und Erzieher spielen eine zentrale Rolle bei der Vermittlung von Naturwissenschaften.
- • Soziale und wirtschaftliche Faktoren beeinflussen den Naturwissenschaftserfolg weniger stark als erwartet.
"Die zukünftige Bildungsstrategie sollte den Fokus verstärkt auf die frühkindliche naturwissenschaftliche Erziehung legen, um Kinder unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund zu fördern."
Tageslicht: Neue Studie bekräftigt positiven Einfluss auf Stoffwechsel von Typ-2-Diabetikern
- • Tageslicht verbessert den Stoffwechsel von Typ-2-Diabetikern.
- • Studie bewies stabileren Blutzucker und gesteigerte Fettverbrennung.
- • Tageslicht ist effektiver als künstliches Licht beim Reset der inneren Uhr.
"Zwar ist die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf gesunde Personen weiterhin unklar, doch das Nutzen vermehrten Tageslichts könnte allgemein zur besseren Synchronisierung der inneren Uhr beitragen."
Alkohol: Warum schon der erste Tropfen riskant ist – und wie man problematischen Konsum erkennt
- • Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es keine unbedenkliche Menge Alkohol; ein gesundheitliches Risiko besteht bereits ab dem ersten Tropfen.
- • In Deutschland trinken laut Epidemiologischem Suchtsurvey (ESA) 8,6 Millionen Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren riskante Mengen Alkohol.
- • Mindestens 2,2 Millionen Menschen in Deutschland erfüllen die medizinischen Kriterien einer Alkoholabhängigkeit.
"Der Trend zu temporärer Abstinenz (z. B. im Januar) kann ein Anlass sein, das eigene Trinkverhalten zu überprüfen. Fachleute erwarten jedoch keine Entwarnung bei Alkoholabhängigkeit und riskantem Konsum, solange Alkohol leicht verfügbar und gesellschaftlich normalisiert bleibt. Frühzeitige Beratung, Selbsttests und das Erkennen persönlicher Auslöser gelten weiterhin als zentrale Schritte, um aus problematischem Konsum herauszufinden."
Event Horizon Telescope plant „Film“ vom Schwarzen Loch in M87 – Cambridge-Professorin spricht von revolutionärer Kampagne
- • Das Event Horizon Telescope (EHT), ein weltweites Netzwerk aus 12 Radioteleskopen, will im März und April das supermassereiche Schwarze Loch im Zentrum der Galaxie Messier 87 (M87) wiederholt beobachten.
- • Durch die Erdrotation kommt M87 nacheinander für verschiedene Teleskope in Sicht; dadurch kann etwa alle drei Tage ein vollständiges Bild gewonnen werden, das zu einer bewegten Sequenz („Film“) zusammengesetzt werden soll.
- • Das Schwarze Loch in M87 hat eine Masse von rund 6 Milliarden Sonnenmassen und eine Ausdehnung in der Größenordnung des Sonnensystems; aufgrund dieser Skala verändern sich Strukturen langsam genug, um Einzelaufnahmen zu einem Film zu verbinden.
"Die Beobachtungskampagne ist für März und April angesetzt, Ergebnisse dürften aber wegen des physischen Datentransports und der aufwendigen Verarbeitung erst deutlich später veröffentlicht werden. Im Fokus stehen neue Hinweise zur Rotation von M87* und zur Entstehung der extremen Jets, die die Galaxienentwicklung beeinflussen können."
Nasa bringt SLS zur Startrampe: Endphase der Artemis-II-Vorbereitungen – Artemis III frühestens 2027
- • Die 98 Meter hohe Mondrakete Space Launch System (SLS) wurde in knapp zwölf Stunden vom Vehicle Assembly Building zur Startrampe 39B am Kennedy Space Center transportiert (Strecke: rund 4 Meilen/6,5 km).
- • Der Rollout begann um 07:04 Uhr Ortszeit und endete mit der Ankunft an Rampe 39B um 18:41 Uhr Ortszeit (BBC).
- • Der Transport erfolgte auf einem Crawler-Transporter; die Höchstgeschwindigkeit lag bei etwa 0,82 mph (1,3 km/h) (BBC).
"In den kommenden Tagen stehen die abschließenden Prüfungen sowie die „Wet Dress Rehearsal“ an. Erst danach dürfte die Nasa ein Startdatum innerhalb der genannten Fenster (frühestens 6. Februar, weitere Optionen bis April) finalisieren. Mittel- bis langfristig rückt Artemis III als Landemission in den Fokus – offiziell frühestens 2027, nach Einschätzung von Experten eher 2028."
Santorini: Neues Unterwasser-Frühwarnsystem soll Beben und Tsunami-Risiken besser erkennen
- • Vor einem Jahr registrierte die Region um Santorini laut Bericht rund 28.000 Erdbeben; Griechenlands Regierung entsandte Rettungsteams, viele Menschen verließen die Insel per Sonderfähren und -flügen.
- • Ein internationales Forschungsteam um das GEOMAR (u.a. auf dem Forschungsschiff „Meteor“) untersucht den Meeresboden rund um Santorini und baut ein mehrjähriges Unterwasser-Frühwarnsystem auf.
- • Auswertungen deuten darauf hin, dass Magma in die Caldera eingeströmt und anschließend Richtung Nordosten (Amorgos) migriert ist; das habe den Erdbebenschwarm ausgelöst.
"Gelingt der Aufbau des Sensornetzes, könnten Risiken durch Beben, Hangrutsche und mögliche Tsunamis künftig früher und präziser eingeschätzt werden – was auch das Vertrauen von Bevölkerung und Tourismus stützen dürfte."
Mehr digitale Helfer sollen Lawinenrisiken besser einschätzbar machen – Experten warnen dennoch: Schulung und Umkehren bleiben entscheidend
- • Statistiken zeigen laut Fachleuten, dass es heute weniger Lawinenopfer gibt als noch vor 20 Jahren; unter anderem, weil Warnungen genauer und detaillierter geworden sind.
- • Der kostenfreie amtliche Lawinenlagebericht wird täglich gegen 17 Uhr veröffentlicht, ist länderübergreifend online verfügbar und liefert eine Prognose für den Folgetag (u. a. basierend auf Schneedeckenanalysen und Wetterdaten).
- • Lawinenprognosen beruhen auf Computermodellen; laut Lawinenwarndienst Tirol wurden insbesondere Schneedeckenmodelle und die Vorhersage von Neuschneemengen in den vergangenen Jahren deutlich verbessert.
"Digitale Angebote und verbesserte Modelle dürften die Tourenplanung weiter erleichtern und Entscheidungen unterstützen, ersetzen aber keine Ausbildung und situative Einschätzung im Gelände. Mit häufiger auftretenden Wetterextremen und Regenereignissen in hohen Lagen könnte die Komplexität der Lawinenlage weiter steigen – damit wächst die Bedeutung von Schulung, korrekter Interpretation der Prognosen und konservativen Entscheidungen."
Artemis II: Nasa plant erste bemannte Mondumrundung seit Apollo 17
- • Die Nasa peilt für Artemis II einen Start „frühestens“ am 6. Februar vom Kennedy Space Center an; die Mission soll rund zehn Tage dauern und mit einer Wasserung im Pazifik enden.
- • Artemis II ist der erste bemannte Flug von SLS-Rakete und Orion-Kapsel und erst der zweite Testflug des Space Launch System insgesamt (nach dem unbemannten Artemis‑I-Flug 2022).
- • Die vierköpfige Crew besteht aus Reid Wiseman (Kommandant), Victor Glover (Pilot), Christina Koch und dem Kanadier Jeremy Hansen; Koch wäre die erste Frau und Glover die erste Person of Colour jenseits der Erdumlaufbahn.
"Gelingt Artemis II, rückt eine spätere Mondlandung und der Ausbau einer dauerhaften Mondinfrastruktur näher – bleibt aber weiterhin stark von Technik-Reife, Raumanzügen und Landefahrzeug-Entscheidungen abhängig."
„Tierführerschein“ für Haustiere: Tierärzte werben für mehr Sachkunde vor dem Kauf
- • Auf einem Tierärztekongress wurde ein „Tierführerschein“ als mögliche Maßnahme diskutiert, um Halter besser vorzubereiten und Tierschutzverstöße zu reduzieren.
- • Der Deutsche Tierschutzbund schätzt die Gesamtkosten für einen Hund über seine Lebensspanne auf rund 20.000 Euro; Operationen oder Unfälle können zusätzliche Tausende Euro verursachen.
- • Veterinär Reiner Cermak berichtet, dass Halter teils erst bei Tierarztbesuchen von Gesundheitsproblemen oder falscher Ernährung erfahren und dann aus Kostengründen Tiere ins Tierheim geben.
"Ob ein „Tierführerschein“ über Niedersachsen hinaus politisch umgesetzt wird, hängt vor allem davon ab, ob sich ein praxistaugliches Modell trotz zusätzlicher Bürokratie und überlasteter Behörden durchsetzen lässt."
Pompeji-Studie: Kalkkrusten zeigen trübes, schwermetallbelastetes Wasser in republikanischen Thermen
- • Ein Team der Johannes Gutenberg-Universität Mainz um Geochemikerin Gül Sürmelihindi analysierte erstmals chemisch Kalkablagerungen (Kalziumkarbonat-Krusten) aus dem Wassersystem der republikanischen Thermen in Pompeji.
- • Mitautor der Studie ist Cees Passchier.
- • Die Ablagerungen dienen als „Speicher“ für Informationen über Wasserzusammensetzung und Wasserfluss, die aus Architektur und schriftlichen Quellen allein nicht erschließbar sind.
"Die Kalkkrusten gelten als besonders aussagekräftiges Archiv für die Rekonstruktion antiker Wasserführung und Wasserqualität. Weitere Auswertungen ähnlicher Ablagerungen in Pompeji und an anderen antiken Badeanlagen könnten klären, wie verbreitet die schlechte Wasserhygiene war und ob CO₂-Schwankungen im Grundwasser als verlässlicher Hinweis auf vulkanische Unruhe taugen."