Andy Burnham kurz davor, neuer Labour-Chef zu werden – Nandy verspricht schnelleren Wandel
Wichtige Fakten
- • 322 von 402 Labour-Abgeordneten nominieren Andy Burnham.
- • Kulturministerin Lisa Nandy unterstützt Burnham und verspricht schnelleren Wandel.
- • Wohnungsbauminister Steve Reed und Innenstaatsminister Mike Tapp bekräftigen Unterstützung.
- • Opposition fordert klare Pläne zu Wohlfahrt, Verteidigung und Einwanderung.
- • Burnhams Pläne für ein Nord-Number-10 in Manchester sorgen für Debatten.
Durchbruch für Burnham
Andy Burnham steht unmittelbar davor, nächste Woche zum neuen Labour-Vorsitzenden erklärt zu werden, nachdem 322 von 402 Labour-Abgeordneten ihn nominiert haben. Das berichten übereinstimmend mehrere Quellen, darunter die BBC. Damit fehlt ihm nur noch eine Stimme, um es einem Konkurrenten mathematisch unmöglich zu machen, gegen ihn anzutreten. Da sich weitere Abgeordnete wie Wohnungsbauminister Steve Reed und Innenstaatsminister Mike Tapp öffentlich hinter ihn gestellt haben, gilt sein Erfolg als sicher.
Kabinett zeigt Rückhalt
Kulturministerin Lisa Nandy betonte in einem BBC-Interview, dass eine Führungswahl nicht nötig sei und dass die Partei nun schneller und mutiger handeln werde. Sie stellte klar, dass Burnham noch keine Kabinettsposten vergeben habe, und verteidigte die bisherige Regierungsarbeit unter Keir Starmer zugleich – diese habe jedoch nicht ausreichend bei der Bevölkerung gewirkt. Burnhams Vision eines No‑10 Nord in Manchester stieß auf Interesse, aber auch auf Kritik von Liberaldemokraten und Grünen.
Opposition und Interessengruppen melden sich zu Wort
Konservative-Chefin Kemi Badenoch warf Starmer vor, eine Deckungslücke von fünf Milliarden Pfund bei den Verteidigungsausgaben hinterlassen zu haben. Der Liberaldemokratenführer Ed Davey spöttelte über Burnhams Fokus auf Großstädte und forderte mehr Aufmerksamkeit für Küsten- und Landregionen. Grünen-Chef Zack Polanski drängte auf sofortige Mietpreisbremsen. Die Entwicklungen zeigen, dass Burnham auch jenseits von Westminster unter Zugzwang gerät – doch die parteiinterne Unterstützung für einen raschen Führungswechsel bleibt ungebrochen.
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