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Wissen 02.04.2026, 05:39 Aktualisiert: 02.04.2026, 23:05

Artemis 2 erfolgreich gestartet: Historische Mondmission im Gange

Artemis 2 startete am 2. April 2026 um 18:35 Uhr Ortszeit vom Kennedy Space Center in Florida.

Wichtige Fakten

  • Artemis 2 startete am 2. April 2026 um 18:35 Uhr Ortszeit vom Kennedy Space Center in Florida.
  • Die vier Astronauten entfernen sich bis zu 406.000 km von der Erde – weiter als je zuvor Menschen im All.
  • Die Mission dient als Vorbereitung für eine geplante Mondlandung im Jahr 2028.
  • Vor dem Start mussten Probleme mit Toilette und Sicherheitssystemen gelöst werden, was zu Verzögerungen führte.
  • Die ESA ist mit einem Servicemodul beteiligt, deutsche Astronauten könnten in Zukunft teilnehmen.

Historischer Start nach 50 Jahren

Die NASA-Mission Artemis 2 ist am 2. April 2026 um 18:35 Uhr Ortszeit erfolgreich vom Kennedy Space Center in Florida gestartet. Mit der Trägerrakete SLS hob die Orion-Raumkapsel mit vier Astronauten an Bord ab – den US-Amerikanern Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie dem Kanadier Jeremy Hansen. Es ist die erste bemannte Mondmission seit der Apollo-17-Mission im Jahr 1972. NASA-Chef Jared Isaacman bezeichnete den Start als "entscheidenden Moment" und Basis für "gigantische Schritte" zurück zum Mond. Kurz nach dem Start gab es einen vorübergehenden Kommunikationsabbruch zwischen Crew und Bodenkontrolle, der jedoch schnell behoben wurde.

Technische Herausforderungen vor und nach dem Start

Vor dem Start mussten mehrere technische Probleme gelöst werden, darunter ein defektes Toilettensystem, das Astronautin Christina Koch unter Anleitung der Bodenkontrolle reparierte, sowie Probleme mit dem Flugabbruchsystem und dem Rettungssystem. Diese führten zu einer Unterbrechung des Countdowns, konnten aber behoben werden. Die NASA hat über 23 Millionen Dollar in das "Universal Waste Management System" investiert, das für Männer und Frauen geeignet ist. Nach dem Start testet die Crew nun systematisch alle Systeme, um die Raumtauglichkeit der Orion-Kapsel zu überprüfen, bevor sie zum Mond weiterfliegt.

Mission mit ambitionierten Zielen

Die zehntägige Mission sieht eine Umrundung des Mondes vor, bei der die Crew den Südpol für künftige Landungen auskundschaften soll. Die Astronauten werden sich bis zu 406.000 Kilometer von der Erde entfernen – weiter als je zuvor Menschen im All. Der Flugverlauf gleicht einer Acht um Erde und Mond, wobei die Crew insgesamt über 2,3 Millionen Kilometer zurücklegen wird. Die Mission dient als Vorbereitung für eine geplante Mondlandung 2028 und den Aufbau einer dauerhaften Station. Das Artemis-Programm, unter Präsident Trump gestartet, zielt auch auf spätere Marsmissionen ab.

Internationale Zusammenarbeit und Crew-Alltag

Die europäische Raumfahrtbehörde ESA ist mit einem Servicemodul beteiligt, und ein deutscher Astronaut könnte in Zukunft teilnehmen. ESA-Chef Josef Aschbacher sprach von einer "historischen Rückkehr". An Bord testen die Astronauten Lebenserhaltungssysteme, führen wissenschaftliche Experimente durch und üben manuelle Steuerung. Sie schlafen in speziellen Schlafsäcken, trainieren täglich 30 Minuten und essen gefriergetrocknete Mahlzeiten. Der kanadische Astronaut Jeremy Hansen trägt ein von indigenen Künstlern entworfenes Missionsabzeichen, das traditionelles Wissen würdigt.

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