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Gesellschaft 25.08.2026, 10:39 Aktualisiert: 25.08.2026, 12:05

Asbest in Schulen: Familie fordert Gerechtigkeit nach Tod der Mutter

Caroline Bryan starb mit 46 an Mesotheliom, ausgelöst durch Asbest.

Wichtige Fakten

  • Caroline Bryan starb mit 46 an Mesotheliom, ausgelöst durch Asbest.
  • Ihre Familie verklagt den Stadtrat von Cardiff auf Schadensersatz.
  • Die meisten walisischen Schulen enthalten noch Asbest (76% Primar, 81% Sekundar).
  • Unter 40-Jährige mit Mesotheliom trotz Asbestverbots von 1999.
  • Lehrerinnen haben ein erhöhtes Mesotheliomrisiko.

Hintergrund des Falls

Die Familie von Caroline Bryan verklagt den Cardiff Council, nachdem die Mutter im Alter von 46 Jahren an Mesotheliom, einer Asbest-assoziierten Krebserkrankung, starb. Bryan war als Teenager in den 1990er-Jahren in der Fitzalan High School in Cardiff gewesen. Ihre Tochter Brooklyn vermutet, dass sie dort Asbestfasern eingeatmet hat, da das Gebäude in schlechtem Zustand war und abgebrochene Deckenplatten sowie Staub aufwiesen. Vor ihrem Tod kontaktierte Bryan einen Anwalt, um Gerechtigkeit zu erlangen und andere zu schützen.

Rechtliche und gesellschaftliche Dimension

Der Cardiff Council erklärte, er nehme Asbestmanagement ernst und biete sichere Umgebungen, wolle sich aber zu laufenden Verfahren nicht äußern. Im Vereinigten Königreich ist Asbest in öffentlichen Gebäuden weit verbreitet, da es bis zum Verbot 1999 als Baumaterial üblich war. Eine FOI-Anfrage von BBC Wales ergab, dass über 75% der Schulen in Wales Asbest enthalten. Experten beobachten eine Zunahme von Mesotheliomfällen bei unter 50-Jährigen und ein erhöhtes Risiko bei Lehrerinnen, was auf eine Exposition im Schulkontext hindeuten könnte.

Risiken und Maßnahmen

Der Epidemiologe Prof. Julian Peto sieht zwei mögliche Ursachen: Entweder führte die Asbestsanierung in den 1980ern zur Freisetzung oder die alternde Bausubstanz setzt Fasern frei. Es bedarf weiterer Forschung, um zu klären, ob mehr Asbest entfernt oder dies als Ursache behandelt werden sollte. Anwaltskanzleien verzeichnen eine steigende Zahl von minderjährigen oder jungen Betroffenen, die in Schulen exponiert wurden. Londons Maßnahmen, wie regelmäßige Inspektionen und Sanierungen, sind bisher unzureichend, da viele Gebäude weiterhin Risiken bergen.

Betroffene und Reaktionen

Ein weiterer Fall ist Helen Wilson, deren Schwester Linda Langhelt, eine pensionierte Biologielehrerin, im Alter von 82 Jahren an Mesotheliom starb. Ihr Elternhaus vermuten sie als Expositionsquelle, da in den 1970ern viel Asbest im Schulbau verwendet wurde. Anwälten zufolge betrifft Mesotheliom mittlerweile auch Frauen ohne typische Industrieexposition. Die walisische Regierung betont die Sicherheit von Schülern und Personal und verweist auf Investitionen und Richtlinien.

Diese Fälle verdeutlichen die gravierenden Langzeitfolgen von Asbest in Schulen und fordern eine Überprüfung der Sicherheitsstandards sowie einen besseren Umgang mit Altlasten.

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