Australiens Antisemitismus-Beauftragte beruft Greg Craven nach gescheiterter Ausschreibung
Wichtige Fakten
- • Jillian Segals Büro erhielt keine Angebote von fünf angefragten Beratungs- und Anwaltsfirmen.
- • Greg Craven, ehemaliger Universitätsrektor und Kolumnist, wurde als erste Wahl auf einer Shortlist geführt.
- • Die Beauftragung erfolgte ohne Wettbewerb mit einem Vertrag über 232.466 AUD bis Juni 2027.
- • Der Report bewertet Umgang mit Protesten, Camps und Flaggen auf Campus als Kriterien.
- • Kritik kommt von der Hochschulgewerkschaft wegen Cravens früherer Angriffe auf Universitäten.
Gescheiterte Ausschreibung und Direktberufung
Die australische Antisemitismus-Beauftragte Jillian Segal berief Greg Craven, nachdem eine offene Ausschreibung für die Erstellung eines umstrittenen Universitäts-Reports gescheitert war. Fünf angefragte Beratungs- und Anwaltsfirmen lehnten ab, vermutlich aufgrund von Interessenkonflikten mit dem Hochschulsektor. Daraufhin erstellte Segals Büro eine Shortlist mit fünf Einzelpersonen, angeführt von Craven, einem ehemaligen Rektor der Australian Catholic University und Kolumnisten.
Verfahren und Kritik
Craven wurde als erste Wahl kontaktiert, andere Kandidaten nur im Ablehnungsfall. Die Beauftragung erfolgte ohne Wettbewerb, mit einem Vertrag über 232.466 AUD bis Juni 2027. Kritik äußerte die National Tertiary Education Union, da Craven in der Vergangenheit Universitäten öffentlich attackiert hatte, etwa als "elitär" oder für ihren Umgang mit Antisemitismus, was Befangenheitsbedenken weckt.
Inhalt des Reports
Der von der Regierung übernommene Report bewertet Universitäten anhand von vier Schwerpunkten, darunter der Umgang mit Protesten, Camps und Flaggen auf dem Campus. Universitäten, die Antisemitismus "ermöglichen", könnten staatliche Mittel verlieren. Die ersten Berichte sollen im Mai vorliegen, Segal und Craven äußerten sich nicht zu den Vorwürfen.
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