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International 17.04.2026, 03:23 Aktualisiert: 17.04.2026, 06:06

Australiens höchstdekorierter Soldat erhält strenge Auflagen nach Haftentlassung

Ben Roberts-Smith, Australiens höchstdekorierter Soldat, erhielt strenge Auflagen nach Haftentlassung.

Wichtige Fakten

  • Ben Roberts-Smith, Australiens höchstdekorierter Soldat, erhielt strenge Auflagen nach Haftentlassung.
  • Ihm werden fünf Kriegsverbrechen-Morde an unbewaffneten Afghanen zwischen 2009 und 2012 vorgeworfen.
  • Der Prozess könnte Jahre dauern und beinhaltet sensible nationale Sicherheitsinformationen.
  • Ein Zivilprozess 2023 bestätigte bereits die Glaubwürdigkeit einiger Mordvorwürfe gegen Roberts-Smith.
  • Die Anklage erfordert einen einstimmigen Schuldspruch jenseits vernünftiger Zweifel.

Haftentlassung unter strengen Auflagen

Ben Roberts-Smith, Australiens höchstdekorierter lebender Soldat und Träger des Victoria-Kreuzes, wurde unter strengen Auflagen aus der Haft entlassen, während er auf einen möglichen Prozess wegen Kriegsverbrechen wartet. Ihm werden fünf Kriegsverbrechen-Morde an unbewaffneten afghanischen Zivilisten zwischen 2009 und 2012 vorgeworfen, was er stets bestreitet. Richter Greg Grogin gewährte die Haftentlassung, da die Risiken von Flucht oder Zeugenbeeinflussung durch strenge Auflagen gemindert werden könnten.

Auflagen und Hintergrund des Falls

Zu den Auflagen gehören dreimal wöchentliche Meldungen bei der Polizei, Zugriff der Behörden auf seine elektronischen Geräte, die Abgabe seines Passes und eine Kaution von 250.000 AUD. Der Fall folgt einem Zivilprozess 2023, in dem ein Richter feststellte, dass es eine "erhebliche Wahrheit" in einigen Mordvorwürfen gibt, allerdings nach dem geringeren zivilrechtlichen Standard. Der nun anstehende Strafprozess erfordert einen Schuldspruch jenseits vernünftiger Zweifel und könnte aufgrund der Komplexität und sensiblen nationalen Sicherheitsinformationen Jahre dauern.

Prozessaussichten und Kontroversen

Roberts-Smiths Anwälte argumentieren, dass die intensive Medienberichterstattung einen fairen Prozess unmöglich machen könnte und dass die Haft seine Verteidigungsfähigkeit beeinträchtigen würde. Die Staatsanwaltschaft betonte dagegen die Schwere der Vorwürfe und verwies auf Roberts-Smiths Pläne, ins Ausland zu ziehen, was ein Fluchtrisiko darstelle. Der Fall betritt juristisches Neuland für Australien und könnte langwierige rechtliche Auseinandersetzungen nach sich ziehen.

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