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Kultur 10.03.2026, 06:00 Aktualisiert: 10.03.2026, 08:04

Autoren protestieren mit leerem Buch gegen KI-Nutzung von Werken

Rund 10.000 Autoren veröffentlichten ein leeres Buch namens 'Don’t Steal This Book'.

Wichtige Fakten

  • Rund 10.000 Autoren veröffentlichten ein leeres Buch namens 'Don’t Steal This Book'.
  • Protest richtet sich gegen KI-Firmen, die urheberrechtlich geschützte Werke ohne Erlaubnis nutzen.
  • Die britische Regierung muss bis 18. März eine Bewertung zu geplanten Urheberrechtsänderungen vorlegen.
  • KI-Firmen wie Anthropic haben bereits Klagen wegen Nutzung von Büchern ohne Lizenz beigelegt.
  • Die Regierung erwägt Optionen wie Opt-out-Regelung oder Lizenzpflicht für KI-Unternehmen.

Autorenprotest gegen KI-Nutzung

Rund 10.000 Autoren, darunter Kazuo Ishiguro, Philippa Gregory und Richard Osman, haben ein leeres Buch mit dem Titel 'Don’t Steal This Book' veröffentlicht, um gegen die Nutzung ihrer Werke durch KI-Firmen ohne Erlaubnis zu protestieren. Das Buch enthält nur eine Liste der Namen der beteiligten Autoren und wird auf der Londoner Buchmesse verteilt, kurz bevor die britische Regierung eine Bewertung zu geplanten Urheberrechtsänderungen vorlegen muss.

Hintergrund und Forderungen

Der Protest richtet sich gegen Vorschläge der Regierung, die es KI-Unternehmen erlauben könnten, urheberrechtlich geschützte Werke ohne Zustimmung der Rechteinhaber zu nutzen, es sei denn, diese optieren aus. Organisator Ed Newton-Rex bezeichnete die KI-Industrie als 'auf gestohlener Arbeit aufgebaut' und warnte vor Wettbewerbsnachteilen für Kreative. Parallel dazu starten Verlage eine Lizenzierungsinitiative, um rechtlichen Zugang zu veröffentlichten Werken für KI zu ermöglichen.

Regulatorische Entwicklungen

Die Regierung muss bis zum 18. März eine wirtschaftliche Folgenabschätzung und einen Fortschrittsbericht zu einer Konsultation über Urheberrechtsreformen vorlegen. Neben der Opt-out-Option werden auch andere Modelle wie Lizenzpflicht oder Beibehaltung des Status quo erwogen. KI-Firmen wie Anthropic haben bereits Klagen wegen der Nutzung von Büchern ohne Lizenz beigelegt, was die Spannungen zwischen Technologie und Kreativbranche verdeutlicht.

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