BA-Chef Doyle: UK hinkt bei Tourismuswachstum hinterher
Wichtige Fakten
- • Luftverkehrssteuer im April um 15% erhöht.
- • UK peilt 50 Mio. Touristen bis 2030 an.
- • Frankreich und Spanien haben UK bei Tourismus überholt.
- • Hohe Kosten und zersplitterte Bahnnetze schrecken Touristen ab.
- • Airlines warnen vor zu teurem Ausbau des Heathrow-Flughafens.
Tourismusbranche fordert Reformen
British-Airways-Chef Sean Doyle hat die hohen Luftverkehrssteuern im Vereinigten Königreich kritisiert und fordert eine Überarbeitung der Politik, um das Tourismuswachstum anzukurbeln. Doyle sagte, das Land liege hinter Konkurrenten wie Japan, Frankreich und Deutschland zurück. Die im April um 15 % gestiegene Fluggaststeuer belaste vor allem Familien und schrecke Touristen ab.
50-Millionen-Ziel in Gefahr
Die britische Regierung strebt bis 2030 jährlich 50 Millionen internationale Besucher an, aktuell sind es knapp 40 Millionen. Doyle bezweifelt, dass dieses Ziel ohne niedrigere Kosten erreicht werden kann. Er verwies auf die günstigeren Angebote in Frankreich und Spanien. Zudem sei das Bahnnetz zersplittert und es fehle an attraktiven Reisepässen für Touristen.
Heathrow-Ausbau: Airlines warnen vor Kosten
Beim Gipfel der Luftfahrtorganisation IATA in Rio de Janeiro warnte Doyle zudem vor den hohen Kosten des geplanten Ausbaus des Flughafens Heathrow. Die von der Regierung bevorzugte Option für eine dritte Startbahn belaufe sich auf 33 Milliarden Pfund. Wenn die Gebühren für Airlines zu stark stiegen, könnten Investitionen der Fluggesellschaften ausbleiben. Doyle plädiert für eine günstigere Alternative.
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