Bäckerhandwerk trotz steigender Pleitezahlen zuversichtlich
Wichtige Fakten
- • 63 Bäckerei-Insolvenzen im ersten Halbjahr 2026 – 40% mehr als 2025.
- • Zentralverband: Das sind unter 1% der 8.700 Bäckereien in Deutschland.
- • 2025 gab es über 400 Neugründungen im Bäckerhandwerk.
- • Ausbildungszahlen im Bäckerhandwerk stiegen 2025 um 17 Prozent.
- • Kostendruck durch Lohnnebenkosten und Energiepreise belastet Betriebe.
Andreas Schmitt vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks äußert sich im Interview gelassen zu den gestiegenen Pleitezahlen. Im ersten Halbjahr 2026 meldeten 63 Bäckereien Insolvenz, ein Anstieg von 40% zum Vorjahr. Schmitt relativiert die Zahl: Bei insgesamt 8.700 Bäckereien entspreche dies weniger als einem Prozent. Er verweist auf über 400 Neugründungen im Jahr 2025, was die Lebendigkeit des Handwerks zeige. Als Hauptprobleme nennt Schmitt Lohnnebenkosten, Bürokratie und die Kaufzurückhaltung der Kunden. Energiepreise spielen ebenfalls eine Rolle, seien aber nicht das größte Problem.
Trotz Kostendrucks und Konkurrenz durch Supermärkte blickt Schmitt positiv in die Zukunft. Das Handwerk passe sich an, etwa durch moderne Backkonzepte in urbanen Gebieten mit höheren Preisen. Auch die Nachwuchssituation entspanne sich: Die Ausbildungszahlen stiegen 2025 um 17%. Dennoch bleibe die Branche von politischen Rahmenbedingungen abhängig, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
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