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Gesellschaft 15.06.2026, 05:00 Aktualisiert: 15.06.2026, 06:02

Behinderte mit lebenslangen Erkrankungen müssen unnötige Neubewertungen durchlaufen

73 % der Menschen mit Lernbehinderungen erhalten befristete PIP-Leistungen.

Wichtige Fakten

  • 73 % der Menschen mit Lernbehinderungen erhalten befristete PIP-Leistungen.
  • 86 % der Amputierten, 62 % mit Zerebralparese haben befristete Leistungen.
  • Fast 75 % der Nachprüfungen führten zu keiner Änderung der Zahlungen.
  • Das DWP gab allein 350 Millionen £ pro Jahr für Bewertungsverträge aus.
  • Dauer einer durchschnittlichen Überprüfung: 38 Wochen.

Situation behinderter Menschen mit lebenslangen Erkrankungen

Menschen mit lebenslangen Behinderungen werden immer wieder zu unnötigen Neubewertungen der persönlichen Unabhängigkeitszahlung (PIP) gezwungen, obwohl offizielle Richtlinien dies nicht vorsehen. Eine Analyse der Anti-Armuts-Organisation Z2K zeigt, dass Hunderte Tausende behinderter Menschen sinnlosen Überprüfungen unterzogen werden, die öffentliche Gelder verschwenden und die psychische Gesundheit der Betroffenen erheblich schädigen.

Ergebnisse der Z2K-Studie

Die Zahlen belegen, dass 73 % der Menschen mit Lernbehinderungen, 86 % der Amputierten und 62 % der Betroffenen mit Zerebralparese befristete Leistungen erhielten. Fast 75 % der geplanten Überprüfungen – über 500.000 – führten zu keiner Änderung der Zahlungen. Das DWP (Ministerium für Arbeit und Rente) zahlte über 350 Millionen Pfund jährlich für Bewertungsverträge aus.

Samuel Thomas von Z2K kritisierte, dass die Richtlinien nicht eingehalten würden: Menschen mit fortschreitenden Erkrankungen wie Multipler Sklerose (89 %) und Parkinson (61 %) müssten sich alle drei Jahre prüfen lassen, obwohl ihre Behinderungen sich kaum verbessern würden. Die Standarddauer befristeter Leistungen wurde kürzlich von zwei auf drei Jahre verlängert, was die Probleme jedoch nur für kurze Zeit versaubeere.

Persönliche Folgen und bürokratische Hürden

Betroffene wie Steve, der nach einem Autounfall eine Hirnverletzung erlitt, berichten von großer finanzieller und psychischer Belastung durch die Überprüfungen. Nach einer Reduzierung seiner Leistungen kämpfte er zweieinhalb Jahre, um wieder den ursprünglichen Betrag zu erhalten. Viele behinderte Menschen müssen sogar Umfrage haben oder haben Folgen wie steigende Feinbefindlichkeit.

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