BHP stoppt oder verzögert wichtige Klimaprojekte in Australien
Wichtige Fakten
- • BHP stoppte ein boardgenehmigtes Solarprojekt (50 MW) kurz nach Genehmigung.
- • Ein 500-MW-Erneuerbaren-Komplex erhielt keinerlei Finanzierung vor 2031.
- • BHP kaufte Diesellastwagen für über 500 Mio. $ statt auf E-Antriebe zu setzen.
- • Der Bau einer Erzaufbereitungsanlage zur Emissionsminderung wurde stillgelegt.
Der australische Bergbauriese BHP hat interne Pläne zur drastischen Emissionsminderung im Pilbara gestoppt oder stark verzögert – trotz vorheriger öffentlicher Klimazusagen. Das zeigen geleakte Dokumente der ‚BHP-Files‘. Ein bereits von Aufsichtsrat und Aktionären genehmigtes Solarkraftwerk (50 MW) und eine großflächige Erneuerbaren-Anlage mit bis zu 500 MW Leistung wurden auf Eis gelegt; für Letztere ist bis 2031 kein Kapital budgetiert. Gleichzeitig gab BHP Hunderte Millionen Dollar für neue dieselbetriebene Schwerlast-Lkws aus, obwohl eine Elektrifizierung als Kernbaustein der Dekarbonisierung galt. Ein geplantes Erzaufbereitungswerk bei Jimblebar, das Kundenemissionen um 1,7 Mio. Tonnen CO₂ jährlich senken sollte, wurde ebenfalls gestrichen. BHP betont hingegen, bis 2025 seine Direktemissionen um 36 % reduziert zu haben, und verweist auf fehlende Technologiereife für batterielektrische Grubenfahrzeuge. Experten und Umweltschutzorganisationen kritisieren das Vorgehen scharf: Das Unternehmen untergrabe die australischen Klimaziele und ignorierte überwältigende Aktionärsvoten für mehr Tempo. Die Enthüllung zeigt einen eklatanten Widerspruch zwischen BHPs Nachhaltigkeitsversprechen und der realen Investitionsstrategie.
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