Biennale Venedig startet ohne Zeremonie und Jury nach massiven Protesten
Wichtige Fakten
- • Keine Eröffnungsfeier aufgrund massiver Proteste gegen Russland und Israel.
- • Jury trat geschlossen zurück, Goldenen Löwen entfallen vorerst.
- • Italienischer Kulturminister: Putin habe bei der Biennale gewonnen.
- • EU-Kommission drohte mit Entzug von Fördergeldern.
- • Russland sieht Teilnahme als Ende kultureller Isolation im Westen.
Proteste überschatten Biennale-Eröffnung
Die 61. Kunstbiennale in Venedig ist am 9. Mai 2026 ohne traditionelle Eröffnungsfeier und ohne Jury an den Start gegangen. Grund sind anhaltende Proteste gegen die Teilnahme Russlands und Israels. Die Jury war geschlossen zurückgetreten, sodass die Goldenen Löwen erst zum Abschluss im November publikumsbestimmt verliehen werden sollen.
Politische Kontroversen um Russlands und Israels Beteiligung
Italiens Kulturminister Alessandro Giuli kritisierte die Entscheidung von Biennale-Präsident Buttafuoco, Russland ohne vorherige Absprache teilnehmen zu lassen. Er sagte, man hätte dies als Verhandlungsmasse im Ukraine-Krieg nutzen können. Buttafuoco verteidigte die Teilnahme als Beitrag zu einem „Garten des Friedens“. Russland selbst feiert seine Rückkehr als Ende kultureller Isolation.
Proteste und Boykottaufrufe
Am Vorabend demonstrierten etwa 2.000 Menschen in Venedig gegen die Teilnahme Israels und Russlands. Der israelische Künstler Belu-Simion Fainaru zeigte sich isoliert, betonte aber, er sei als Künstler und nicht als Politiker gekommen. Die Ukraine protestiert gegen zerstörte Kulturgüter durch russischen Krieg.
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