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Gesellschaft 29.06.2026, 00:21 Aktualisiert: 29.06.2026, 10:01

Studie: Weiße Arbeiterkinder in England durch Bildungssystem benachteiligt

Weiße Arbeiterkinder sind die leistungsschwächste große Schülergruppe in Englands Schulsystem.

Wichtige Fakten

  • Weiße Arbeiterkinder sind die leistungsschwächste große Schülergruppe in Englands Schulsystem.
  • Nur 36% erhielten 2025 eine Note 4 oder besser in Englisch und Mathe, Durchschnitt 72%.
  • Die Untersuchung empfiehlt kostenlosen Nahverkehr bis 21 Jahre.
  • Kostenlose Kinderbetreuung soll auf alle benachteiligten Familien ausgeweitet werden.
  • Bildungsministerin Bridget Phillipson verspricht Verbesserungen und greift Bericht auf.

Missstand im englischen Bildungssystem

Eine unabhängige Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass das englische Bildungssystem weiße Arbeiterkinder benachteiligt. Sie sind die am schlechtesten abschneidende große Bevölkerungsgruppe. Die Studie unter der Leitung von Baroness Estelle Morris fordert grundlegende Reformen: kostenloser Nahverkehr für Jugendliche bis 21 Jahre, Ausbau kostenloser Kinderbetreuung für alle benachteiligten Familien und eine Stärkung der Berufsbildung.

Zahlen und Hintergründe

Die Untersuchung zeigt, dass 2025 nur 36 Prozent der weißen Schüler mit Anspruch auf kostenlose Schulmahlzeiten mindestens eine 4 in Englisch und Mathe erreichten – im Vergleich zu 72 Prozent aller anderen Schüler. Die Verantwortung liege nicht allein bei den Schulen, betont die Autorin. Bildungsministerin Bridget Phillipson verspricht Verbesserungen: „Die Gemeinden in diesem Bericht sind meine Gemeinden. Ich weiß, was sie diesem Land gegeben haben und was dieses Land ihnen nicht zurückgegeben hat."

Reformforderungen

Der Bericht listet 24 Empfehlungen auf, darunter kostenlose lokale Nahverkehrsnutzung bis 21 Jahre, 30 Stunden kostenlose Kinderbetreuung für alle benachteiligten Familien, sowie eine Expansion der Lehrstellen. Die Studie wurde von Star Academies in Auftrag gegeben und vom Bildungsministerium unterstützt. Insgesamt wurden Tausende Jugendliche, Eltern und Hunderte Lehrer befragt, dazu Bildungsdaten von 1,25 Millionen Schülern analysiert.

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