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International 15.07.2026, 02:03 Aktualisiert: 15.07.2026, 08:02

Bloomberg muss Entschädigung nach Singapur-Verleumdungsurteil zahlen

Bloomberg und Reporter Low De Wei zu S$460.000 Schadensersatz verurteilt.

Wichtige Fakten

  • Bloomberg und Reporter Low De Wei zu S$460.000 Schadensersatz verurteilt.
  • Klage von Innenminister K. Shanmugam und Arbeitsminister Tan See Leng.
  • Artikel über Luxusimmobilientransaktionen prominenter Personen, einschließlich Minister.
  • Gericht stellte Rede als rücksichtslos und böswillig fest.
  • Chefredakteur verteidigt Artikel als solide Geschichte.

Hintergrund des Rechtsstreits

Bloomberg News und sein Reporter Low De Wei wurden vom High Court in Singapur zu einer Schadensersatzzahlung von insgesamt S$460.000 verurteilt. Der Fall betrifft einen Artikel vom Dezember 2024 über geheime Luxusimmobilientransaktionen in Singapur, in dem auch zwei Regierungsminister genannt wurden. Innenminister K. Shanmugam und Arbeitsminister Tan See Leng reichten Klage ein und machten Verleumdung geltend.

Urteil und Begründung

Richterin Audrey Lim stellte fest, dass der Artikel die Minister in einem negativen Licht erscheinen ließ, indem er eine Scheinerzählung nutzte, um über ihre Geschäfte zu berichten. Bloomberg habe hinter eine Paywall den Artikel öffentlich zugänglich gemacht und sich gegen eine Korrektur gewehrt, was als böswillig ausgelegt wurde.Lim kritisierte zudem fahrlässige Behauptungen über die Transparenz von Grundbuchdaten.

Reaktionen von Bloomberg

Chefredakteur John Micklethwait zeigte sich enttäuscht, verteidigte die Berichterstattung als präzise und im öffentlichen Interesse. Er erklärte, die Minister hätten dem Bericht eine „äußerst konstruierte Bedeutung“ aufgezwungen. Ob Berufung eingelegt wird, wurde nicht mitgeteilt.

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