Update zum Bootsunglück in Simbabwe: Viele Tote und Vermisste
Wichtige Fakten
- • Mindestens 15 Tote und 27 Vermisste nach Fährunglück auf dem Kariba-See.
- • Fähre war für 90 Passagiere ausgelegt, hatte laut Tickets 114 Erwachsene an Bord.
- • Ein Besatzungsmitglied spricht von 153 Personen an Bord.
- • Rettungskräfte suchten die Nacht mit Booten, Tauchern und Hubschraubern.
- • Das Boot kenterte trotz Windwarnungen; Untersuchung läuft.
Rettungsaktion nach Bootsunglück
Nach dem Fährunglück auf dem Kariba-See kenterten am Dienstag bei starkem Wind weiterhin laufen die Rettungsarbeiten. Mindestens 15 Menschen kamen ums Leben, 27 werden noch vermisst. 77 Passagiere konnten gerettet werden und erreichten eine kleine Insel im See. Ein spezielles Unterwasser-Rettungsteam wurde in die Region geflogen, während Boote, Taucher und Hubschrauber im Einsatz sind.
Überladung und widrige Bedingungen
Ersten Erkenntnissen zufolge war das Schiff stark überladen. Laut verkauften Tickets befanden sich mindestens 114 erwachsene Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder an Bord, dazu kamen möglicherweise Kinder ohne Ticket. Die Kapazität lag jedoch bei 90 Personen. Ein Besatzungsmitglied berichtete sogar von 153 Menschen an Bord. Auch der technische Zustand des Schiffes wird bemängelt. Trotz Windwarnungen war die Fähre ausgelaufen, weshalb eine Untersuchung klären soll, ob Sicherheitsvorschriften verletzt wurden.
Hintergrund und Bedeutung
Der Kariba-See ist der größte künstliche See der Welt nach Volumen und liegt an der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia. Er entstand durch den Staudamm am Sambesi. Die Fähre verband die Stadt Kariba mit abgelegenen Inseln und Fischerdörfern. Solche Unglücke kommen in der Region immer wieder vor; 2014 ertranken in Sambia 26 Menschen, überwiegend Kinder.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.