Nachwahlsieg Burnhams löst innerparteilichen Machtkampf bei Labour aus
Wichtige Fakten
- • Andy Burnham gewann die Nachwahl in Makerfield mit 24.927 Stimmen.
- • Burnham kündigte an, Premier Keir Starmer als Labour-Chef herauszufordern.
- • Starmer lehnt Rücktritt ab und will bei einer Kampfabstimmung erneut antreten.
- • Streeting und Rayner gelten ebenfalls als mögliche Herausforderer neben Burnham.
- • Nigel Farage zeigte sich enttäuscht über den zweiten Platz von Reform UK.
Erdrutschsieg? für Burnham
Andy Burnham hat die Nachwahl im britischen Wahlkreis Makerfield mit deutlichem Vorsprung gewonnen und damit den Weg für eine Herausforderung des Labour-Vorsitzenden und Premierministers Keir Starmer geebnet. Der Labour-Politiker holte 24.927 Stimmen und besiegte seinen größten Rivalen Robert Kenyon von Reform UK (15.696 Stimmen) klar. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,8 Prozent. Burnham, bisher Bürgermeister von Greater Manchester, keert somit ins Unterhaus zurück, wo er bereits von 2001 bis 2017 einen Sitz innehatte.
Offene Kampfansage an Starmer
Burnham erklärte unmittelbar nach seinem Sieg, es sei an der Zeit, 'das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen', und bezeichnete das Wahlergebnis als 'letzte Chance auf Veränderung'. Premierminister Starmer gratulierte Burnham zwar zum Wahlsieg, bekräftige aber zugleich seinen Willen, bei einer etwaigen internen Abstimmung nicht zurückzutreten, sondern sich erneut zur Wahl zu stellen. Innerhalb der Labour-Partei gibt es jedoch wachsenden Druck: Über 90 Abgeordnete haben öffentlich seinen Rücktritt oder die Einleitung eines Verfahrens zur Führungsfrage gefordert. Berichten zufolge halten viele Labour-Abgeordnete eine Machtübergabe an Burnham für unvermeidlich und spekulieren bereits über eine Art 'Krönung' – analog zur Übernahme durch Gordon Brown 2007.
Reaktionen der politischen Kontrahenten
Auch Reform UK-Chef Nigel Farage äußerte sich enttäuscht über das Abschneiden seiner Partei und machte dafür unter anderem den 'Breakthrough' der rechtsgerichteten Restore Britain Party verantwortlich, die bei der Wahl rund sieben Prozent der Stimmen erhielt. In seinen Kommentaren riefen sowohl Farage als auch Restore-Gründer Rupert Lowe strategisch zu einer Bündelung rechter Kräfte auf, um langfristig eine echte Opposition gegen Labour aufzubauen.
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