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Inland 19.08.2026, 14:21

Burnhams Weihnachtsversprechen: 102 Millionen Pfund gegen Obdachlosigkeit in Großbritannien

Premier Burnham will bis Weihnachten alle Obdachlosen unterbringen.

Wichtige Fakten

  • Premier Burnham will bis Weihnachten alle Obdachlosen unterbringen.
  • Zusätzliche 102 Mio. Pfund wurden angekündigt, Gesamtprogramm 442 Mio.
  • In England schliefen 2025 rund 4.800 Menschen auf der Straße.
  • Opposition kritisiert fehlende Details zur Finanzierung des Plans.
  • Burnham ruft Gesellschaft und Organisationen zur Mithilfe auf.

Regierungsprogramm gegen Obdachlosigkeit

Der britische Premierminister Andy Burnham hat ein billionenschweres Programm angekündigt, um bis Weihnachten 2026 niemanden mehr auf der Straße schlafen zu lassen. Mit zusätzlichen 102 Millionen Pfund (etwa 120 Millionen Euro) erhöht sich das Gesamtbudget auf 442 Millionen Pfund (rund 516 Millionen Euro). Die Mittel sollen in Notunterkünfte und langfristige Wohnprojekte fließen, wobei die Gemeinden vor Ort über den dringendsten Bedarf entscheiden sollen. Ein Gipfeltreffen im Herbst soll die Strategie weiter abstimmen.

Unterstützung und Kritik

Die Opposition, insbesondere die Konservativen, kritisiert den Plan als vage und unausgegoren. Shadow-Housing-Minister James Cleverly verwies auf Burnhams gescheitertes Versprechen als Bürgermeister von Greater Manchester, die Obdachlosigkeit bis 2020 zu beenden. Hilfsorganisationen wie Shelter und Crisis begrüßen die Initiative als "bahnbrechend", fordern aber langfristige Lösungen wie den Bau von bezahlbarem Wohnraum. Die Regierung appelliert an Hilfsorganisationen und Glaubensgemeinschaften, sich an der Umsetzung zu beteiligen, da die öffentlichen Mittel allein womöglich nicht ausreichen.

Hintergrund

Schätzungen zufolge schliefen in England im Herbst 2025 rund 4.800 Menschen auf der Straße – ein Rekordwert. Die Gesamtzahl der Wohnungslosen, einschließlich Menschen in unsicheren Wohnverhältnissen, wird auf über 380.000 geschätzt. Erste Erfolge in Greater Manchester, wo die Zahlen zeitweise sanken, konnten den langfristigen Trend nicht umkehren. Die steigenden Fallzahlen in London und im Südosten verschärfen die Lage.

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