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International 06.06.2026, 04:21 Aktualisiert: 06.06.2026, 06:01

CDC-Modellierung: Ebola-Ausbruch in Zentralafrika könnte Rekordausmaße erreichen

US-CDC modelliert bis zu 20.000 Ebola-Fälle in Zentralafrika.

Wichtige Fakten

  • US-CDC modelliert bis zu 20.000 Ebola-Fälle in Zentralafrika.
  • Bisher 400 bestätigte Fälle und 63 Tote gemeldet.
  • Bewaffneter Konflikt erschwert Eindämmung der Seuche.
  • Isolationsrate laut CDC am unteren Ende der Szenarien.
  • Westafrika-Ausbruch 2014–2016 tötete über 11.000 Menschen.

Einschätzung des US-Seuchenschutzzentrums

Laut einer am Freitag veröffentlichten Modellierung der US-Gesundheitsbehörde CDC könnte der Ebola-Ausbruch in Zentralafrika ähnliche Ausmaße annehmen wie der bisher verheerendste Ausbruch in Westafrika 2014–2016 (über 28.000 Fälle). Die Szenarien reichen von 10.000 bis über 20.000 Fälle, abhängig von der Geschwindigkeit der Isolierung Infizierter. Bislang wurden rund 400 bestätigte Infektionen und 63 Todesfälle gemeldet, jedoch gehen Experten von einer hohen Dunkelziffer aus. Der verantwortliche Virusstamm (Bundibugyo) ist besonders gefährlich, da keine spezifischen Impfstoffe oder Behandlungen existieren.

Erschwerte Bedingungen vor Ort

Die Bekämpfung der Seuche wird durch einen bewaffneten Konflikt zwischen der kongolesischen Regierung und der von Ruanda unterstützten M23-Rebellengruppe sowie Angriffe der mit dem Islamischen Staat verbündeten Gruppierung Allied Democratic Forces erschwert. Die Gewalt hat laut Behörden zu massiven Vertreibungen geführt. CDC-Experte Satish Pillai betont, dass die tatsächliche Isolationsrate am unteren Ende der modellierten Szenarien liege. Jennifer Nuzzo vom Brown University’s Pandemic Center warnt vor einer „gefährlichen Entwicklung“, falls nicht sofort mehr Maßnahmen ergriffen werden.

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