Chemnitz wird zur Bühne der Welt: Festival „Theater der Welt“ eröffnet
Wichtige Fakten
- • Rund 500 Künstler aus aller Welt nehmen teil.
- • Fokus auf indigene Perspektiven und globale Gerechtigkeit.
- • Eröffnung mit Tanya Tagags „Split Tooth: Saputjiji“.
- • Neun internationale Kuratoren wählten die Stücke aus.
- • Debatte um Sanierung oder Neubau des Chemnitzer Theaters.
Internationales Theaterfestival in Chemnitz gestartet
Chemnitz ist bis zum 5. Juli Gastgeber des renommierten Festivals „Theater der Welt“. Rund 500 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt präsentieren in über 250 Veranstaltungen ein breites Spektrum an Bühnenkunst, von klassischem Schauspiel über Figurentheater bis zu begehbaren Installationen. Das alle drei Jahre stattfindende Festival zeigt insgesamt 33 Produktionen, die sich mit existenziellen Fragen wie Identität, Herkunft und Gerechtigkeit auseinandersetzen.
Indigene Perspektiven im Rampenlicht
Besonders stark vertreten sind indigene Stimmen, etwa die norwegisch-russische Produktion „Tirvv. Divided“ über die Sami oder die Performance „Kuste“ zu den Auswirkungen des Eisenbahnbaus auf die Ainu in Japan. Eröffnet wird das Festival mit Tanya Tagags „Split Tooth: Saputjiji“, das indigene Identität, historisches Unrecht und Selbstermächtigung thematisiert. Die künstlerische Leitung betont, dass das Festival dezidiert nicht nur westliche Ästhetik abbildet, sondern durch neun internationale Kuratoren eine globale Vielfalt sicherstellt.
Lokale Impulse und politische Debatte
Das Festival findet während der Diskussion um Sanierung oder Neubau des Chemnitzer Theaters statt. ITI-Direktorin Juliane Zellner warnt vor Kürzungen, die die Attraktivität der Stadt gefährden. Die Intendanten Schmidtke und Dittrich sehen im Festival einen wichtigen Impuls, um das Erbe der Kulturhauptstadt fortzuführen.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.