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Wirtschaft 17.07.2026, 11:07 Aktualisiert: 17.07.2026, 15:03

China reagiert verstimmt auf Verstaatlichung von British Steel

British Steel wurde am 16. Juli 2026 verstaatlicht.

Wichtige Fakten

  • British Steel wurde am 16. Juli 2026 verstaatlicht.
  • China zeigt sich 'stark unzufrieden' und spricht von Vertrauensverlust.
  • Das Stahlwerk in Scunthorpe beschäftigt rund 2.700 Mitarbeiter.
  • Es ist das letzte Werk in Großbritannien, das Primärstahl produziert.
  • Die britische Regierung will über die Entschädigung entscheiden.
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Hintergrund der Verstaatlichung

Die britische Regierung hat British Steel am 16. Juli 2026 in staatliche Hand übernommen. Das Unternehmen war zuvor im Besitz der chinesischen Jingye Group. Ziel der Verstaatlichung ist es, Arbeitsplätze zu sichern und die nationale Stahlproduktion zu erhalten. Das Werk in Scunthorpe ist das letzte in Großbritannien, das Primärstahl herstellt. Ohne diese Produktion wäre das Land das einzige G7-Mitglied ohne Fähigkeit zur Herstellung von neuem Stahl.

Chinesische Reaktion

Das chinesische Handelsministerium äußerte sich 'stark unzufrieden' und kritisierte, dass die Maßnahme die legitimen Rechte von Jingye verletze. Peking forderte die britische Regierung auf, ihre Verpflichtungen aus dem bilateralen Investitionsabkommen von 1986 einzuhalten. Die Verstaatlichung könnte das Vertrauen chinesischer Unternehmen in Investitionen in Großbritannien untergraben.

Wirtschaftliche Lage

British Steel verlor nach eigenen Angaben zuletzt 700.000 Pfund pro Tag. Die britische Regierung muss die Betriebskosten von rund 1,3 Millionen Pfund täglich decken. Ein unabhängiger Gutachter soll die Höhe der Entschädigung für Jingye bestimmen. Langfristig strebt die Regierung eine nachhaltige und kohlenstoffarme Stahlproduktion an.

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