Datendiebstahl in Liechtenstein: 31.000 Datensätze gestohlen
Wichtige Fakten
- • 31.000 Datensätze im Liechtenstein gestohlen.
- • Betroffen ist Verzeichnis wirtschaftlicher Personen.
- • Stehlen von Namen, Geburtsdaten, Staatsangehörigkeit.
- • Täter und Motive sind noch unbekannt.
Umfangreicher Datendiebstahl im Fürstentum
In Liechtenstein haben unbekannte Täter nach Angaben der Regierung umfassende Datenmengen entwendet. Die Regierungschefin Brigitte Haas sprach am Sonntagabend von einem „ganz dicken Ding“. Konkret wurden rund 31.000 Datensätze des sogenannten Verzeichnisses wirtschaftlicher Personen illegal heruntergeladen. Dieses Verzeichnis führt alle natürlichen Personen auf, die hinter Stiftungen, Treuhandgesellschaften und Unternehmen im Fürstentum stehen.
Sensible Daten betroffen
Der Leiter des Amtes für Justiz, Martin Alge, präzisierte, dass zu den gestohlenen Daten Namen, Vornamen, Geburtsdaten, Staatsangehörigkeit und Wohnsitzland gehören. Diese Informationen sind eigentlich als vertraulich eingestuft, was in einem Land, das für seine Diskretion im Finanzsektor bekannt ist, besonders heikel ist. Noch gibt es keine Hinweise auf Täter oder Motive; eine Lösegeldforderung sowie ein Verkauf ins Darknet sei nicht bekannt.
Hintergrund und Reaktion
Das Verzeichnis wurde auf Grundlage einer EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung angelegt. Der Vorfall sorgt im Fürstentum für erhebliche Unruhe, auch weil die möglichen Konsequenzen der Datenexfiltration unklar bleiben. Der Datendiebstahl in Liechtenstein ist ein weiterer Fall im Bereich der Cyberkriminalität und Datensicherheit, der die Bedeutung des Schutzes sensibler Informationen unterstreicht.
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