Debatte um Abschaffung der Quartalsberichte in den USA
Wichtige Fakten
- • Die SEC erwägt, Quartalsberichte für US-Unternehmen abzuschaffen.
- • Unternehmen könnten dann nur noch halbjährlich Bilanzzahlen vorlegen.
- • Die EU hat diese Pflicht bereits 2015 abgeschafft.
- • Die Deutsche Börse verlangt im Prime Standard weiterhin Quartalsberichte.
- • Experten warnen vor einem Verlust an Transparenz und Frühwarnsystemen.
Überlegungen der SEC
Die US-Börsenaufsicht SEC überlegt laut Wall Street Journal, die Pflicht zur vierteljährlichen Quartalsberichterstattung für Unternehmen abzuschaffen. Stattdessen könnten Unternehmen ihre Bilanzzahlen nur noch halbjährlich vorlegen, was zu Kosteneinsparungen und weniger Bürokratie führen würde. US-Präsident Donald Trump hat sich bereits in der Vergangenheit für eine solche Abschaffung ausgesprochen, um Managern mehr Raum für langfristige Planung zu geben.
Positionen und Regelungen
Während die EU die Pflicht zur Quartalsberichterstattung mit einer Richtlinienänderung 2015 abgeschafft hat, geht die Deutsche Börse einen Sonderweg und verlangt im Prime Standard weiterhin regelmäßige Quartalsberichte. Experten wie Klaus Nieding von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz betonen die Bedeutung von Transparenz und sehen Quartalsberichte als wichtiges Frühwarnsystem für Investoren, um Risiken frühzeitig zu erkennen.
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