Deutsch-polnische Außenminister betonen Versöhnung und Sicherheitszusammenarbeit
Wichtige Fakten
- • Deutschlands Außenminister Wadephul trifft Polens Amtskollegen Sikorski in Kreisau.
- • Das Treffen würdigt die historische Versöhnungsgeste von Kohl und Mazowiecki 1989.
- • Beide Minister betonen europäische Werte wie Frieden und Solidarität.
- • Polen fordert mehr deutsche Sicherheitsunterstützung an der Ostgrenze.
- • Russlands Krieg gegen Ukraine bleibt größte Herausforderung für Europas Frieden.
Treffen der Außenminister
Deutschlands Außenminister Johann Wadephul und sein polnischer Amtskollege Radosław Sikorski haben sich im polnischen Kreisau getroffen, um ein "Zeichen der Freundschaft und Verbundenheit" zu setzen. Der Ort hat historische Bedeutung, da dort 1989 Helmut Kohl und Tadeusz Mazowiecki mit einer Versöhnungsmesse und Umarmung die deutsch-polnischen Beziehungen nach dem Fall der Berliner Mauer stärkten. Die Minister knüpften an diese Geste an und betonten europäische Werte wie Frieden und Solidarität.
Kontext und Herausforderungen
Das Treffen findet zu einer Zeit statt, in der das deutsch-polnische Verhältnis unter Druck steht, unter anderem durch rechtsextreme und nationalkonservative Kräfte in Polen. Beide Minister warben für weitere Anstrengungen im europäischen Zusammenwachsen und verwiesen auf die sicherheitspolitischen Herausforderungen, insbesondere den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Polen, als NATO-Frontstaat, äußerte Sorgen vor einem möglichen russischen Angriff und wünscht sich mehr direkte Unterstützung von Deutschland.
Sicherheitsfragen und Positionen
Wadephul bekräftigte die entschiedene Unterstützung der Ukraine und betonte, dass Europa nicht zurückweichen dürfe. Expertin Małgorzata Bonikowska forderte, dass Deutschland mehr Mittel zur Sicherung an die Ostgrenze der EU, einschließlich Polens, verlagern sollte. Während ein solches konkretes Bekenntnis in Kreisau nicht gegeben wurde, hoben beide Minister die Notwendigkeit gemeinsamer Anstrengungen für die europäische Sicherheit hervor.
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