Deutsche IS-Anhänger aus Syrien in den Irak verlegt
Wichtige Fakten
- • US-Militär transportierte über 5.700 IS-Kämpfer aus Syrien in den Irak.
- • Unter den Verlegten sind etwa zwei Dutzend deutsche Islamisten.
- • Deutschland lehnt Todesstrafe ab und will konsularische Betreuung.
- • Ein Verdächtiger, Yunus S., wird von der US-Justiz gesucht.
- • Deutsche Sicherheitsbehörden haben nicht gegen alle Haftbefehle vorliegen.
Verlegung deutscher IS-Anhänger
Das US-Militär hat in einer großangelegten Operation mehr als 5.700 Kämpfer des "Islamischen Staats" (IS) aus syrischen Gefängnissen in den Irak transportiert, darunter etwa zwei Dutzend deutsche Islamisten. Diese Verlegung erfolgte aufgrund verschlechterter Sicherheitslagen in Nordostsyrien, um ein Entkommen der Extremisten zu verhindern.
Deutsche Beteiligung und rechtliche Konsequenzen
Unter den Verlegten befinden sich deutsche Staatsbürger wie Yunus S. aus Nordrhein-Westfalen, der von der US-Justiz wegen Beteiligung am Angriff auf das US-Konsulat in Bengasi gesucht wird. Im Irak droht den deutschen IS-Anhängern die Todesstrafe, was Deutschland ablehnt und sich für konsularische Betreuung einsetzt.
Herausforderungen für Deutschland
Deutsche Sicherheitsbehörden haben Schwierigkeiten, einen Überblick über die genaue Anzahl der betroffenen Deutschen zu erhalten, und es liegen nicht gegen alle Haftbefehle vor. Die Bundesregierung lehnte frühere US-Angebote zur Rückholung ab, aus Sorge vor logistischen und politischen Risiken.
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