Deutsche Städte vor Luftqualitäts-Herausforderungen: EU-Grenzwerte ab 2030
Wichtige Fakten
- • 2025 wurden alle EU-Grenzwerte in Deutschland eingehalten, aber Belastungswerte stiegen.
- • 46% der Messstationen überschreiten bereits jetzt künftige EU-Grenzwerte ab 2030.
- • Ballungsräume wie Berlin, Stuttgart und Ruhrgebiet sind besonders betroffen.
- • WHO-Empfehlungen sind strenger: 95% der Stationen würden sie verfehlen.
- • Luftverschmutzung verursacht jährlich sieben Millionen Todesfälle weltweit.
Fortschritte und Herausforderungen
Die Luftqualität in Deutschland hat sich in den letzten Jahren verbessert, sodass 2025 alle EU-Grenzwerte eingehalten wurden – für Feinstaub bereits das achte Jahr in Folge und für Stickstoffdioxid das zweite. Allerdings stiegen die durchschnittlichen Belastungswerte für beide Schadstoffe im Vergleich zu Vorjahren an, und ab 2030 gelten strengere EU-Grenzwerte, die für viele Städte eine Herausforderung darstellen.
Messdaten und regionale Unterschiede
Eine Analyse des Umweltbundesamts zeigt, dass 46 Prozent aller Messstationen mindestens einen der ab 2030 gültigen Grenzwerte für Stickstoffdioxid oder Feinstaub überschreiten, wobei Ballungsgebiete wie Berlin, Stuttgart und das Ruhrgebiet besonders betroffen sind. Experten des UBA rechnen damit, dass die Grenzwerte 2030 nicht flächendeckend eingehalten werden können, insbesondere an stark verkehrsgeprägten Standorten.
Gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen
Luftverschmutzung erhöht das Risiko für chronische Atemwegserkrankungen, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wobei jährlich sieben Millionen Todesfälle weltweit darauf zurückgeführt werden. Die neuen EU-Grenzwerte nähern sich schrittweise den ambitionierteren WHO-Empfehlungen an, die derzeit von 95 Prozent der deutschen Messstationen verfehlt werden, was hohe Kosten im Gesundheitssystem verursacht.
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