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Wirtschaft 05.02.2026, 07:46 Aktualisiert: 05.02.2026, 23:03

Deutschland und Australien verstärken Rohstoff-Partnerschaft für kritische Mineralien

Deutschland plant, kritische Rohstoffe wie Lithium verstärkt aus Australien zu beziehen.

Wichtige Fakten

  • Deutschland plant, kritische Rohstoffe wie Lithium verstärkt aus Australien zu beziehen.
  • Die Lithiummine Greenbushes in Australien liefert rund ein Fünftel der weltweiten Fördermenge.
  • Australien verfügt über umfangreiche Vorkommen seltener Erden wie Neodym und Terbium.
  • Ein neuer Anlauf für ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Australien wird unternommen, Gespräche laufen.
  • Die USA setzen auf staatlich garantierte Mindestpreise bei kritischen Rohstoffen und streben die Schaffung eines bevorzugten Handelsblocks an.
Deutschland hat seine Absicht bekräftigt, die Zusammenarbeit mit Australien im Bereich kritischer Rohstoffe wie Lithium zu intensivieren. Diese Partnerschaft soll helfen, Lieferketten zu sichern und strategische Abhängigkeiten zu reduzieren. Außenminister Johann Wadephul und seine australische Amtskollegin Penny Wong unterstrichen in Canberra die zentrale Rolle Australiens für die Diversifizierung der deutschen Lieferketten. Die Greenbushes-Lithiummine, die als größte Hartgestein-Lithiummine der Welt gilt, liefert ein Fünftel der globalen Produktion und ist von entscheidender Bedeutung für die Energiewende in Deutschland. Neben Lithium verfügt Australien über bedeutende Vorkommen seltener Erden wie Neodym und Terbium, welche unentbehrlich für die Industrie sind. Ein neuer Anlauf für ein EU-Australien-Freihandelsabkommen, dessen Verhandlungen 2023 zunächst gescheitert waren, ist bereits im Gange. Parallel setzen die USA auf staatlich garantierte Mindestpreise, um ihre Abhängigkeit von chinesischen Rohstoffen zu verringern.

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