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Gesellschaft 07.07.2026, 16:02 Aktualisiert: 07.07.2026, 18:04

Drogenbericht 2025: 2.150 Tote, besorgniserregender Trend bei Jugendlichen

2.150 Menschen starben 2025 an den Folgen ihres Drogenkonsums.

Wichtige Fakten

  • 2.150 Menschen starben 2025 an den Folgen ihres Drogenkonsums.
  • Jeder vierte Drogentote war jünger als 30 Jahre.
  • Zahl der Toten unter 20 hat sich in vier Jahren fast verdoppelt.
  • Vier von fünf Todesfällen waren auf Mischkonsum zurückzuführen.
  • Streeck fordert bessere Finanzierung und Erreichbarkeit von Hilfsangeboten.

Rekordhoch bei Drogentoten

Der Drogenbericht 2025, vorgelegt von Bundesdrogenbeauftragtem Hendrik Streeck, verzeichnet 2.150 Drogentote – ein anhaltend hohes Niveau. Besonders alarmierend: Fast jeder vierte Verstorbene war jünger als 30 Jahre. Bei den unter 20-Jährigen hat sich die Zahl der Todesfälle innerhalb von vier Jahren nahezu verdoppelt. Streeck betont, die Dunkelziffer sei hoch.

Mischkonsum und leichte Verfügbarkeit

Der Trend zum Mischkonsum hält an: Vier von fünf Drogentoten hatten mehrere Substanzen kombiniert, häufig Medikamente wie Benzodiazepine oder Tilidin mit Alkohol, Kokain oder Cannabis. Nach Angaben des behandelnden Arztes Thomas Peschel werden Drogen leicht über Schwarzmarkt, Darknet oder Drogentaxis beschafft – insbesondere von Jugendlichen, die über soziale Medien beeinflusst werden.

Hilfesystem unter Druck

Streeck kritisiert, dass Städte und Gemeinden mit den Folgen des Drogenkonsums alleingelassen würden. Hilfsangebote seien oft schwer erreichbar, zu langsam und unterfinanziert. Ein Frühwarnsystem und eine Aufklärungskampagne seien gestartet, aber nicht ausreichend. Die Geschichte des 62-jährigen Robert, der nach Jahren der Abhängigkeit clean wurde, zeige, dass Engagement und Therapieangebote Leben retten könnten.

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