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International 30.05.2026, 21:10 Aktualisiert: 30.05.2026, 23:01

Ebola-Ausbruch im Kongo: MSF alarmiert über rasche Ausbreitung

Über 1.000 Verdachtsfälle und 246 Tote in der DR Kongo.

Wichtige Fakten

  • Über 1.000 Verdachtsfälle und 246 Tote in der DR Kongo.
  • MSF warnen: Noch nie so viele Fälle so schnell nach Ausbruchsdeklaration.
  • Uganda meldet neun bestätigte Fälle und einen Toten.
  • Konflikt in DR Kongo behindert Bekämpfung des Ausbruchs.
  • Bundibugyo-Stamm hat keinen zugelassenen Impfstoff.

Schnelle Ausbreitung alarmiert Experten

Zwei Wochen nach der Deklaration des Ebola-Ausbruchs in der kongolesischen Provinz Ituri hat die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) eine alarmierende Ausbreitung des Virus gemeldet. Laut MSF-Vizedirektor Dr. Alan Gonzales wurde noch nie in der Anfangsphase eines Ausbruchs so viele Fälle registriert. Die tatsächliche Größenordnung des Ausbruchs sei unbekannt, Hunderte Proben blieben ungetestet.

Maßnahmen und Herausforderungen

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, besuchte die am stärksten betroffene Region Ituri, um die Bekämpfung zu koordinieren. Er rief die Gemeinschaft zur aktiven Mitarbeit auf, warnte jedoch vor gefährlichen Begräbnispraktiken. Containment und Hilfe werden durch Grenz- und Flughafenschließungen sowie anhaltende Konflikte in der DR Kongo behindert.

Laborkapazitäten und globale Bedrohung

Vor Ort wird nun ein Labor in Bunia eingesetzt, das Ergebnisse innerhalb von 24 Stunden liefern kann, was früher etwa 1.500 Kilometer entfernt in Kinshasa ein bis zwei Wochen dauerte. In Brasilien wird ein mutmaßlicher Ebola-Fall bei einem Reiserückkehrer aus der DR Kongo untersucht. Der aktuelle Bundibugyo-Stamm des Virus hat keinen zugelassenen Impfstoff und tötet etwa ein Drittel der Infizierten.

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