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Gesundheit 19.05.2026, 00:28 Aktualisiert: 19.05.2026, 23:01

Ebola-Ausbruch in Kongo breitet sich rasant aus: Uganda meldet erste Todesfälle

Bestätigte Fälle in Uganda: ein Todesfall in Kampala.

Wichtige Fakten

  • Bestätigte Fälle in Uganda: ein Todesfall in Kampala.
  • USA planen Evakuierung von sechs weiteren exponierten Personen nach Deutschland und Tschechien.
  • US-Außenminister Rubio kritisiert WHO als 'etwas spät' bei Erkennung des Ausbruchs.
  • USA stellen 13 Millionen Dollar Nothilfe für Kongo und Uganda bereit.
  • Ruanda schließt Grenzen zum Kongo, Uganda sagt Massenfeier ab.

WHO und USA zeigen sich alarmiert

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt sich zunehmend besorgt über die schnelle Ausbreitung des Ebola-Virus in der Demokratischen Republik Kongo und benachbarten Ländern. In der ugandischen Hauptstadt Kampala wurde ein bestätigter Fall und ein Todesfall gemeldet. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sprach von mindestens 500 Verdachtsfällen und 130 mutmaßlichen Todesfällen im Kongo, hinzu kommen 30 laborbestätigte Infektionen in der Provinz Ituri. Die BBC berichtet unter Berufung auf kongolesische Behörden von 514 Verdachtsfällen und 136 Todesopfern im Kongo. Der Ausbruch wird durch die seltene Bundibugyo-Variante verursacht, für die es keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Die WHO hat eine Expertengruppe einberufen, um mögliche Impfstoffe und Therapien zu prüfen – darunter das Vakzin Ervebo, das ursprünglich gegen den Zaire-Stamm entwickelt wurde.

USA kritisieren WHO und stellen Hilfe bereit

US-Außenminister Marco Rubio kritisierte die WHO als „etwas zu spät“ bei der Identifizierung des Ausbruchs. Die USA wollen rund 50 Kliniken zur Ebola-Behandlung im Kongo errichten und haben 13 Millionen Dollar Nothilfe zugesagt. Ein infizierter US-Arzt wurde zur Behandlung nach Deutschland ausgeflogen, weitere sechs exponierte US-Bürger sollen nach Deutschland und Tschechien evakuiert werden. Deutschland gewährte auf Ersuchen der USA medizinische Hilfe. Die US-Regierung warnte vor einem ernsten nationalen Sicherheitsrisiko durch die geschwächte öffentliche Gesundheitsinfrastruktur.

Ausbreitung in Städte und verschärfte Maßnahmen

Der Ausbruch hat städtische Zentren erreicht, darunter Goma mit rund 850.000 Einwohnern. Die WHO warnte, dass „jeder Fall in einer Stadt ein Problemfall ist“. Ruanda hat seine Grenzen zum Kongo geschlossen, Uganda sagte die jährlichen Massenfeiern zum Uganda Martyrs‘ Day am 3. Juni ab und rief zu Abstand und Hygienemaßnahmen auf. Die Bekämpfung wird durch Angriffe von Milizen im Osten des Kongo erschwert. Die Hilfsorganisation MSF kritisierte, dass das Gesundheitssystem in der Region „kaputt“ sei und die Menschen keinen Zugang zu medizinischer Versorgung hätten.

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