Teilen:
Gesundheit 19.05.2026, 00:28 Aktualisiert: 19.05.2026, 08:03

Ebola-Ausbruch im Kongo: WHO ruft internationale Gesundheitsnotlage aus

Mehr als 300 Verdachtsfälle, über 80 Todesfälle in DR Kongo und Uganda.

Wichtige Fakten

  • Mehr als 300 Verdachtsfälle, über 80 Todesfälle in DR Kongo und Uganda.
  • Bundibugyo-Variante, kein Impfstoff oder Therapie verfügbar.
  • WHO ruft internationale Gesundheitsnotlage aus, aber keine Pandemiewarnung.
  • Ein infizierter US-Arzt wird zur Behandlung nach Deutschland verlegt.
  • Risiko für Deutschland laut RKI und Ministerin äußerst gering.

Ausbruch im Kongo und Uganda

In der Demokratischen Republik Kongo ist das Ebola-Virus ausgebrochen. Betroffen ist vor allem die Provinz Ituri im Nordosten. Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC meldet mehr als 300 Verdachtsfälle und über 80 Todesopfer. Auch im Nachbarland Uganda gibt es einen bestätigten Todesfall. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Sonntag einen internationalen Gesundheitsalarm ausgerufen.

Bundibugyo-Variante besonders herausfordernd

Der aktuelle Ausbruch wird durch die seltene Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus verursacht. Anders als der häufiger vorkommende Zaire-Stamm gibt es dafür keinen zugelassenen Impfstoff und keine spezifische Therapie. Laut US-Gesundheitsinstitut NIH beträgt die Sterblichkeitsrate der Bundibugyo-Variante etwa 37 Prozent, während sie beim Zaire-Stamm bis zu 90 Prozent erreichen kann. Die WHO hat das Ereignis als „außergewöhnlich“ eingestuft und warnt vor einer möglicherweise größeren Ausbreitung. Gleichzeitig handelt es sich laut WHO aber nicht um einen Pandemie-Alarm.

Reaktionen und Maßnahmen

Die WHO koordiniert Gegenmaßnahmen und stellt rund 430.000 Euro für Sofortmaßnahmen bereit. Die USA erwägen Reisebeschränkungen für Personen aus betroffenen Gebieten. Ein infizierter US-amerikanischer Arzt, Peter Stafford, wird nach Deutschland zur Behandlung gebracht. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken sieht in Deutschland keinen Handlungsbedarf, da die Übertragung nur durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten erfolgt. Das RKI schätzt das Risiko einer Verbreitung nach Deutschland als äußerst gering ein. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in die Region.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.