Ehemaliger Außenminister Evans: AUKUS ist 'ludicrous delusion'
Wichtige Fakten
- • Gareth Evans nannte AUKUS eine ‚ludicrous delusion‘ (lächerliche Wahnvorstellung).
- • Die USA würden Australien bei existenziellen Angriffen nicht verteidigen.
- • AUKUS verschärfe regionale Spannungen und mache Australien zum Ziel.
- • Die Verwendung von waffenfähigem Uran unterminiere die Nichtverbreitung.
- • Es gebe keine Lösung für die radioaktiven Abfälle der U-Boote.
Kritik an AUKUS vor unabhängiger Untersuchung
Der frühere australische Außenminister Gareth Evans hat das submarine Nuklearabkommen AUKUS als eine der schlimmsten Entscheidungen in der Geschichte der australischen Verteidigungs- und Außenpolitik bezeichnet. Vor einer unabhängigen Untersuchungskommission erklärte er, dass die USA Australien im Falle eines existenziellen Angriffs nicht verteidigen würden. Der Glaube an eine erweiterte nukleare Abschreckung sei eine „lächerliche Wahnvorstellung“. Die geplanten Virginia-Klasse U-Boote würden zudem effektiv nur eine Verlängerung der US-Flotte darstellen und die Komplexität der zweiten Phase erfordere „heldenhafte Optimismuslevel“.
Mitglieder der Untersuchung, darunter Nobelpreisträger Tilman Ruff, betonten, dass AUKUS regionale Spannungen verschärfe und Australien zu einem „Ziel höherer Priorität“ mache, inklusive nuklearer Angriffe. Zudem untergrabe die Verwendung von waffenfähigem Uran die globalen Nichtverbreitungsbemühungen und es gebe keine Lösung für die radioaktiven Abfälle. Die Untersuchungskommission, die von der früheren Labour-Ministerin Peter Garrett und dem Ex-Verteidigungschef Chris Barrie geleitet wird, plant öffentliche Anhörungen in ganz Australien und will ihren Bericht im Oktober vorlegen.
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