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Bildung 20.04.2026, 17:40 Aktualisiert: 20.04.2026, 18:51

England führt gesetzliches Smartphone-Verbot an Schulen ein

Die Regierung plant ein gesetzliches Smartphone-Verbot an Schulen in England.

Wichtige Fakten

  • Die Regierung plant ein gesetzliches Smartphone-Verbot an Schulen in England.
  • Die Regelung soll bestehende Richtlinien auf gesetzliche Grundlage stellen.
  • Die Mehrheit der Schulen verbietet Mobiltelefone bereits in der Praxis.
  • Schulinspektionen werden die Umsetzung ab April überwachen.
  • Kritiker fordern mehr Unterstützung und Mittel für die Schulen.

Gesetzliche Grundlage für Smartphone-Verbot

Die britische Regierung plant, ein gesetzliches Smartphone-Verbot an Schulen in England einzuführen. Bildungsministerin Baroness Jacqui Smith kündigte im House of Lords an, dass eine Änderung am Children's Wellbeing and Schools Bill vorgelegt wird, um eine klare gesetzliche Verpflichtung für Schulen zu schaffen. Damit soll die bereits existierende Praxis vieler Schulen, die Mobiltelefone verbieten, auf eine rechtliche Grundlage gestellt werden.

Politische Unterstützung und Kritik

Die konservative Opposition begrüßt die Maßnahme als Schritt zur Verbesserung des Verhaltens und der Leistungen in Klassenzimmern. Die Liberal Democrats fordern jedoch zusätzliche Unterstützung und Finanzierung für Schulen, um den Übergang zu bewältigen. Kritiker wie der Verband der Schul- und Hochschulleiter argumentieren, dass ein gesetzliches Verbot wenig ändert, da die meisten Schulen bereits eigene Verbote durchsetzen, und stattdessen mehr Mittel für sichere Aufbewahrungslösungen benötigt werden.

Umsetzung und regionale Unterschiede

Die Schulinspektionen von Ofsted werden ab April die Einhaltung der Smartphone-Richtlinien überwachen. In anderen Teilen des Vereinigten Königreichs gibt es unterschiedliche Ansätze: In Schottland können Schulleiter seit 2024 Verbote erlassen, in Wales gibt es kein nationales Verbot, aber lokale Regelungen, und in Nordirland wurde ein Pilotprojekt in neun Schulen durchgeführt, dessen Bericht im Juni veröffentlicht wird.

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