Teilen:
International 15.03.2026, 09:34 Aktualisiert: 15.03.2026, 15:05

Eskalation im Nahen Osten: Neue Angriffe und diplomatische Stagnation

Israelische Angriffe im Libanon haben laut Gesundheitsministerium mindestens 850 Todesopfer gefordert.

Wichtige Fakten

  • Israelische Angriffe im Libanon haben laut Gesundheitsministerium mindestens 850 Todesopfer gefordert.
  • Die Straße von Hormuz bleibt gesperrt, was zu hohen Ölpreisen führt - USA drängen auf internationale Hilfe.
  • Donald Trump lehnt Waffenstillstandsverhandlungen mit Iran ab und droht mit weiteren Angriffen auf Kharg Island.
  • Israel erwägt die Aufkündigung eines Gasabkommens mit dem Libanon und bestreitet Munitionsknappheit.
  • Im Westjordanland töteten israelische Polizisten eine palästinensische Familie, darunter zwei Kinder, bei einer Kontrolle.

Eskalation der militärischen Auseinandersetzungen

Israel hat seine Angriffe auf den Iran und den Libanon intensiviert. Nach Angaben der israelischen Streitkräfte (IDF) wurden umfangreiche Schläge gegen Ziele im Westen Irans durchgeführt, die angeblich Infrastruktur des Regimes treffen sollen. Gleichzeitig warnte der israelische Militärsprecher Avichay Adraee mehrere Stadtteile in den südlichen Vororten von Beirut vor bevorstehenden Angriffen und forderte die Bewohner zur sofortigen Evakuierung auf. Die Warnung betrifft insbesondere die Gebiete Haret Hreik, Ghobeiry, Laylaki, Bourj el-Barajneh, Ghadir Perimeter und Shiyah, wo die IDF 'jeden in der Nähe von Hisbollah-Elementen' als Ziel betrachtet.

Humanitäre Katastrophe im Libanon und Iran

Die humanitären Kosten des Konflikts steigen dramatisch an. Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium wurden durch israelische Angriffe seit dem 2. März mindestens 850 Menschen getötet, darunter über 100 Kinder, und mehr als 2.000 wurden verletzt. Zudem wurden 31 Gesundheitsarbeiter getötet und Hunderttausende Menschen durch umfassende israelische Evakuierungsbefehle zur Flucht gezwungen. Im Iran meldet das Internationale Komitee vom Roten Kreuz über 1.300 Todesopfer durch US-israelische Angriffe, darunter 223 Frauen und 202 Kinder. Bis zu 3,2 Millionen Menschen sind im Iran auf der Flucht.

Regionale und wirtschaftliche Auswirkungen

Die regionale Eskalation setzt sich fort, wobei Iran weiterhin Raketen- und Drohnenangriffe auf Golfstaaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien durchführt. Die Sperrung der Straße von Hormuz, einer vitalen Ölhandelsroute, hat zu einem starken Anstieg der Ölpreise geführt. US-Präsident Donald Trump rief andere Länder auf, ihre Öltanker in der Meerenge zu schützen, während der US-Energieminister Chris Wright einen Konfliktende 'in den nächsten Wochen' vorhersagte. Der Hafen von Fujairah in den VAE hat seinen Betrieb trotz eines Drohnenangriffs wiederaufgenommen.

Politische Entwicklungen und Drohungen

US-Präsident Donald Trump lehnt Waffenstillstandsverhandlungen mit dem Iran ab und erklärte, die Bedingungen seien 'noch nicht gut genug'. Er drohte damit, Ziele auf der iranischen Ölinsel Kharg 'aus Spaß' erneut zu bombardieren. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi betonte, dass Iran bereit sei, Vorschläge für ein vollständiges Kriegsende zu prüfen, während der neue Oberste Führer Mojtaba Khamenei die Schließung der Straße von Hormuz aufrechterhalten will. Israel bestreitet Berichte über Munitionsknappheit und erwägt die Aufkündigung eines Gasabkommens mit dem Libanon.

Eskalation im Westjordanland

Im besetzten Westjordanland töteten israelische Polizisten eine palästinensische Familie, darunter zwei Kinder im Alter von fünf und sieben Jahren, bei einer Kontrolle. Die Eltern und die beiden Söhne wurden in Kopf und Gesicht geschossen, als sie von einem Ramadan-Einkauf zurückkehrten. Dies ist Teil einer Welle israelischer Gewalt, bei der seit Kriegsbeginn mindestens 11 Palästinenser getötet wurden. Die israelischen Behörden behaupten, die Familie habe eine 'unmittelbare Bedrohung' dargestellt, während Zeugen von gezielten Tötungen berichten.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.