EU-Kommissionspräsidentin fordert Social-Media-Verzögerung für Kinder
Wichtige Fakten
- • EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen schlägt „Social-Media-Verzögerung“ für Kinder vor.
- • Australien führte als erstes Land ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige ein.
- • Frankreich plant Verbot für unter 15-Jährige, Dänemark und neun andere EU-Staaten diskutieren Altersgrenzen.
- • EU hat Meta wegen Verstößen gegen Kinderschutzregeln angeklagt und TikTok mit Geldstrafen gedroht.
- • Trump-Administration kritisiert EU-Vorgehen gegen US-Plattformen als Zensur.
Von der Leyen fordert „Social-Media-Verzögerung“
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat auf einem EU-Gipfel in Kopenhagen vorgeschlagen, Kindern in Europa den Zugang zu sozialen Medien zeitlich zu verzögern. Sie kündigte an, dass eine Expertenkommission bis Juli Maßnahmen zum Schutz Minderjähriger online entwickeln soll. Neue Gesetze könnten innerhalb von Monaten vorgelegt werden. Ein generelles Verbot schloss sie nicht aus und betonte, die Diskussion über ein Mindestalter sei nicht mehr zu ignorieren.
Internationale Verbote und Pläne
Australien hatte im Dezember als erstes Land ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige eingeführt. In Europa planen Frankreich, Spanien, Portugal, Deutschland, Norwegen und weitere Länder ähnliche Regelungen. Großbritannien erwägt strenge Auflagen bis hin zu Verboten für unter 16-Jährige. Auch Neuseeland, Malaysia und Indien haben entsprechende Vorschläge vorgelegt.
EU-Konfrontation mit Tech-Konzernen
Die EU geht mit dem Digital Services Act aggressiv gegen Plattformen vor. Meta wurde vorgeworfen, unter 13-Jährige nicht ausreichend von Instagram und Facebook fernzuhalten. TikTok drohen Geldstrafen wegen „suchterzeugender Gestaltung“. Die Trump-Administration kritisierte die EU-Aktionen als Zensur US-amerikanischer Unternehmen. Von der Leyen entgegnete, die EU setze lediglich geltendes Recht durch.
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