Fährunglück vor Nordzypern: Todesopfer steigen auf acht
Wichtige Fakten
- • Mindestens acht Tote, 18 Vermisste nach Fährunglück.
- • 237 von 267 Menschen gerettet.
- • Kapitän und sieben Crewmitglieder festgenommen.
- • Fähre sank in 514 Metern Tiefe.
- • Überlebende berichten von Explosion am Bug.
Mindestens acht Tote nach Fährunglück
Vor der Küste Nordzyperns ist am Sonntag eine Fähre mit 267 Menschen an Bord gekentert. Mindestens acht Menschen kamen dabei ums Leben, 18 weitere gelten noch als vermisst. Die Fähre war auf dem Weg von der Hafenstadt Kyrenia ins türkische Mersin, als sie etwa 7,5 Kilometer vor der Küste in Seenot geriet. Nach Angaben des Ministerpräsidenten der Türkischen Republik Nordzypern, Ünal Üstel, konnten 237 Menschen gerettet werden. Drei verletzte Kinder befinden sich in intensivmedizinischer Behandlung.
Ermittlungen und Festnahmen
Der Kapitän und sieben Besatzungsmitglieder wurden festgenommen, wie Üstel mitteilte. Die Behörden haben eine Untersuchung des Unglücks eingeleitet, das als eines der schwersten in der Geschichte Nordzyperns gilt. Überlebende berichten von einer Explosion am Bug des Schiffes, bevor es kenterte. Andere sagen, das Schiff habe Wasser aufgenommen und sei nach Wellenschlägen gekentert. Der Vorwurf steht im Raum, der Kapitän habe das Schiff zu früh verlassen.
Rettungsarbeiten und Hintergründe
Die türkische Küstenwache und Hubschrauber waren im Einsatz, um die Vermissten zu suchen. Die Fähre ist nach Angaben des Verkehrsministers in 514 Metern Tiefe gesunken. Das Wetter in der Region war in den vergangenen Tagen stürmisch. Zypern ist seit 1974 geteilt; der Norden wird nur von der Türkei anerkannt.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.