Fake News schüren Grenzkonflikt zwischen Polen und Tschechien
Wichtige Fakten
- • Unbekannte hackten Radiosender und verbreiteten falsche Gebietsansprüche.
- • Auch gefälschte Diplomatenprofile und ein Fake-Regierungsschreiben kursierten.
- • Tschechiens Geheimdienst BIS vermutet russische Drahtzieher.
- • Premier Tusk postete Zeichentrickfiguren als Zeichen der Freundschaft.
- • Grenzvertrag von 1958; aktuell Verhandlungen über Hochwasserschutzprojekte.
Hackerangriff und Fake News erfinden polnischen Gebietsanspruch
Unbekannte hackten die Website eines polnischen Radiosenders und verbreiteten die Falschmeldung, Polen fordere die Rückgabe tschechischen Grenzgebiets. Es folgten erfundene Profile von Diplomaten, ein Fake-Schreiben der polnischen Regierung sowie eine kopierte Nachrichtenseite von iRozhlas. Schließlich rief ein erfundener Organisator zu einer Demonstration in Trinec auf.
Historischer Hintergrund und moderne Reaktion
Der Grenzstreit um Cesky Tesin/Cieszyn reicht bis 1919 zurück, wurde aber 1958 vertraglich gelöst. Beide Länder wollten die Differenz durch gemeinsame Hochwasserschutzprojekte ausgleichen. Die Desinformationskampagne versuchte, alte Ängste neu zu entfachen. Doch beide Regierungen reagierten schnell: Polens Premier Tusk postete ein Bild mit den Zeichentrickfiguren Reksio und dem kleinen Maulwurf.
Ermittlungen gegen russische Desinformation
Die Geheimdienste beider Länder ermitteln gemeinsam. Tschechiens BIS-Sprecher sagte, es handle sich um eine typische russische Desinformationskampagne, um Zwietracht zwischen zwei engen Partnern in der Ukraine-Unterstützung zu säen. Außenminister Macinka betont, die Kampagne habe das Gegenteil erreicht: Polen und Tschechien stünden enger zusammen.
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