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Politik 14.08.2026, 07:05 Aktualisiert: 14.08.2026, 18:02

Farage gewinnt Nachwahl in Clacton, Untersuchung wird fortgesetzt

Farage gewinnt mit 63,3 Prozent in Clacton.

Wichtige Fakten

  • Farage gewinnt mit 63,3 Prozent in Clacton.
  • Wahlbeteiligung sinkt auf 44 Prozent.
  • Ethikuntersuchung zu 5-Millionen-Pfund-Geschenk wieder aufgenommen.
  • Farage bleibt der Ergebnisverkündung fern.
  • Große Parteien boykottierten die Nachwahl.

Erneuter Einzug ins Parlament

Nigel Farage hat die von ihm selbst ausgelöste Nachwahl im Wahlkreis Clacton deutlich gewonnen. Mit 22.239 Stimmen (63,3 Prozent) setzte sich der Chef von Reform UK gegen seinen schärfsten Konkurrenten, den Satiriker Count Binface (9.455 Stimmen, 26,9 Prozent), durch. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 44 Prozent und damit deutlich unter den 58 Prozent der Unterhauswahl 2024. Die großen Parteien boykottierten die Abstimmung als politische Farce.

Untersuchung wird fortgesetzt

Bereits kurz nach der Wahl hat das parlamentarische Standards-Komitee seine Untersuchung zu einer nicht deklarierten Zuwendung von fünf Millionen Pfund wieder aufgenommen, die Farage von dem Krypto-Unternehmer Christopher Harborne erhalten hatte. Zudem prüft die Polizei weiterhin Verbindungen zu dem verurteilten Betrüger George Cottrell. Farage, der die Untersuchung durch seinen Rücktritt vorübergehend gestoppt hatte, hatte gehofft, die Wähler würden über sein Handeln entscheiden. Sollte der Standards-Ausschuss eine Sperre von mehr als zehn Tagen empfehlen, drohen eine erneute Untersuchung und im schlimmsten Fall eine weitere Nachwahl.

Umstrittenes Fernbleiben

Farage erschien nicht zur Bekanntgabe des Ergebnisses. Er behauptete, die Polizei habe vor einer „organisierten Kampagne zur Störung“ gewarnt. Die BBC berichtet jedoch unter Berufung auf Polizeikreise, dass keine solche Warnung ausgesprochen wurde. Ein Reform-Sprecher sprach von einer „glaubwürdigen Drohung“. Zudem sagte Farage alle geplanten Interviews ab. Kritiker, wie der Reform-Aktivist Tim Montgomerie, forderten ihn auf, sich nicht in Opferrolle zu begeben und die Vorwürfe offensiv anzugehen.

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