Ferienhaus als Geldanlage: Rendite mit Risiko
Wichtige Fakten
- • Kaufpreise variieren von 2.000 bis über 10.000 Euro pro Quadratmeter (Sylt).
- • Banken fordern bis zu 50 Prozent Eigenkapital und einen Zinsaufschlag.
- • Break-even-Point liegt bei 120 bis 200 Vermietungstagen pro Jahr.
- • Buchungsplattformen kosten 10–15 Prozent Provision; Instandhaltung höher als normal.
- • Ferienhäuser sind ein aktives Unternehmen, kein passives Investment.
Hohe Kosten und Finanzierungshürden
Ein Ferienhaus lockt als Rückzugsort und Renditeobjekt, doch die finanziellen Hürden sind groß. Die Kaufpreise schwanken stark: Auf Sylt selten unter 1 Million Euro, ältere Bestände ab etwa 2.000 Euro pro Quadratmeter. Banken sind zurückhaltend: Vier von 20 befragten Instituten vergeben keine Kredite für Ferienhäuser, andere verlangen bis zu 50 Prozent Eigenkapital und ein bis zu 0,1 Prozentpunkte höheren Zins. Entscheidend ist die Lage: wirtschaftlich lohnend nur bei ganzjährigem Tourismus.
Hohe Mietauslastung nötig – aber unsicher
Damit sich das Haus trägt, sind laut Experten rund 120–200 Vermietungstage bzw. 50 Prozent Auslastung nötig. Die durchschnittliche Auslastung in Deutschland liegt bei etwa 50–60 Prozent, schwankt aber stark je nach Saison, Bewertungen und Konkurrenz. Die Mieteinnahmen sind schwankend, was das Betriebsrisiko erhöht.
Zusatzkosten werden oft unterschätzt
Experte Jonas Hahn warnt: Buchungsplattformen verlangen 10–15 Prozent Provision, manchmal mehr. Kosten für Wartung, Reinigung und Gästebetreuung sind hoch; öffentliche Gegenden altern doppelt so schnell wie normale Wohnungen. Reparaturen wie Feuchtigkeitsschäden können Zehntausende verschlingen. Das Ferienhaus ist ein kleines Unternehmen, kein passives Investment.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.