Feuer in kenianischem Schulwohnheim: Mindestens 16 Tote
Wichtige Fakten
- • Mindestens 16 Schülerinnen bei Brand in kenianischer Mädchenschule gestorben.
- • 79 weitere verletzt, 71 bereits aus Krankenhäusern entlassen.
- • Feuer brach gegen Mitternacht in Gilgil, Nakuru County, aus.
- • Türen waren verschlossen, mehrere Mädchen sprangen aus Fenstern.
- • Ermittlungen zur Brandursache laufen, möglicherweise Brandstiftung durch Schülerin.
Schulbrand in Kenia fordert viele Opfer
Ein Feuer in einem Wohnheim der Utumishi Girls Academy in Gilgil, Nakuru County, hat mindestens 16 Schülerinnen das Leben gekostet. Der Brand brach kurz nach Mitternacht im zweiten Stock des Gebäudes aus, in dem sich zum Zeitpunkt des Feuers rund 220 Mädchen im Alter von 15 bis 18 Jahren befanden. Nach Angaben des kenianischen Bildungsministers Julius Migos Ogamba wurden 79 weitere Schülerinnen verletzt, von denen 71 bereits aus dem Krankenhaus entlassen werden konnten.
Verschlossene Türen und Notfallsituation
Ersthelfer berichteten, dass die Türen im zweiten Stock verschlossen waren, was die Flucht der Mädchen erschwerte. Einige Schülerinnen sprangen aus den Fenstern, um sich zu retten, und erlitten dabei Knochenbrüche und andere Verletzungen. Laut Aussagen Überlebender könnte eine Schülerin eine Matratze mit einem Streichholz angezündet haben, das Motiv ist jedoch noch unklar. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen noch.
Trauer und Hilfsmaßnahmen
Kenia Präsident William Ruto sprach den Familien sein Beileid aus und betonte die Konzentration auf Rettungs- und Hilfsmaßnahmen. Dutzende Eltern versammelten sich vor der Schule, um Informationen über ihre Kinder zu erhalten. Kenia erlebt seit einigen Jahren immer wieder verheerende Schulbrände, zuletzt im Jahr 2024, als 21 Jungen bei einem Brand in einem Internat ums Leben kamen. Ein Bericht des Rechnungshofs von 2022 kritisierte, dass die meisten staatlichen weiterführenden Schulen nicht auf Brände vorbereitet seien.
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