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International 28.02.2026, 05:27 Aktualisiert: 28.02.2026, 08:03

Tödlicher Flugzeugabsturz in Bolivien: Geldscheine lösen chaotische Szenen aus

Mindestens 15 Tote und 31 Verletzte nach Absturz einer C-130 Hercules der bolivianischen Luftwaffe.

Wichtige Fakten

  • Mindestens 15 Tote und 31 Verletzte nach Absturz einer C-130 Hercules der bolivianischen Luftwaffe.
  • Das Flugzeug transportierte neue Banknoten von Santa Cruz nach El Alto, acht Personen waren an Bord.
  • Polizei setzte Tränengas gegen Menschen ein, die Geldscheine stehlen wollten, mindestens ein Dutzend wurde festgenommen.
  • Journalisten wurden bei der Berichterstattung mit Steinen angegriffen und schwer verletzt.
  • Der Flughafen El Alto wurde nach dem Absturz vorübergehend geschlossen, die Ursache ist noch unklar.

Flugzeugabsturz mit tödlichen Folgen

Ein C-130 Hercules Transportflugzeug der bolivianischen Luftwaffe ist am Freitagabend um 18:15 Uhr Ortszeit beim Landeanflug auf den Flughafen El Alto bei La Paz abgestürzt. Nach Angaben der Behörden kamen mindestens 15 Menschen ums Leben, 31 weitere wurden verletzt. Das Flugzeug war mit neuen Banknoten der Zentralbank von Bolivien beladen, die von Santa Cruz nach El Alto transportiert werden sollten. An Bord befanden sich acht Personen, darunter Besatzungsmitglieder und Frachtpersonal.

Chaotische Szenen am Absturzort

Nach dem Absturz rutschte die Maschine von der Landebahn und beschädigte etwa 15 Fahrzeuge auf einer nahegelegenen Straße. Geldscheine verteilten sich über den Unfallort, was zu chaotischen Szenen führte: Menschen versuchten, die Scheine zu stehlen, woraufhin die Polizei Tränengas einsetzte, um die Menge zu zerstreuen. Dabei wurden mindestens ein Dutzend Personen wegen Diebstahls festgenommen. Journalisten, die über den Vorfall berichteten, wurden mit Steinen angegriffen und erlitten schwere Verletzungen.

Untersuchungen laufen

Die genaue Ursache des Absturzes ist noch unklar, Zeugen berichteten von einem schweren Hagelsturm mit Blitzen zum Zeitpunkt des Unglücks. Der Flughafen El Alto wurde vorübergehend geschlossen, und die Behörden leiteten eine Untersuchung ein. Verteidigungsminister Marcelo Salinas warnte, dass die gestohlenen Geldscheine keinen legalen Wert hätten, da sie nicht von der Zentralbank ausgegeben seien und keine Seriennummern hätten. Das Gesundheitsministerium rief dringend zu Blutspenden auf.

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