Fußball-Phänomen: Carney Chukwuemeka nähert sich 100. Einsatz ohne volles Spiel
Wichtige Fakten
- • Carney Chukwuemeka (22) hat 97 Pflichtspiele bestritten, aber nie volle 90 Minuten gespielt.
- • Seit der Einführung der Fünf-Auswechseln-Regel 2020 spielen im Schnitt nur noch 5,5 Feldspieler pro Spiel volle 90 Minuten.
- • Nur zwei weitere Spieler mit über 50 Einsätzen seit Chukwuemekas Debüt haben ebenfalls nie ein Spiel beendet.
- • Die Premier League hat mit 5,9 Spielern pro Spiel die höchste Quote an kompletten Einsätzen in Europas Top-Ligen.
- • Clubs diskutieren informell über eine Erweiterung auf 28-Mann-Kader und sechs Auswechslungen.
Ein ungewöhnlicher Rekord im Fußball
Der 22-jährige Mittelfeldspieler Carney Chukwuemeka, der für Aston Villa, Chelsea und aktuell Borussia Dortmund spielt, nähert sich seinem 100. Pflichtspieleinsatz, ohne jemals volle 90 Minuten auf dem Platz gestanden zu haben. Von seinen 97 Einsätzen waren 79 als Einwechselspieler, und sein längster Einsatz dauerte 82 Minuten. Sein Fall hat Aufmerksamkeit erregt, da er ein extremes Beispiel für einen Trend im modernen Fußball darstellt.
Auswirkungen der Fünf-Auswechseln-Regel
Seit der Einführung der Fünf-Auswechseln-Regel während der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 ist die durchschnittliche Anzahl von Feldspielern, die ein Spiel komplett bestreiten, in den Top-5-Europaligen von 7,1 auf 5,5 gesunken. Die Premier League liegt mit 5,9 Spielern pro Spiel über diesem Schnitt, während La Liga und Serie A mit 5,3 die niedrigsten Werte aufweisen. Diese Regeländerung ermöglicht es Trainern, Spieler häufiger zu wechseln und so die Belastung besser zu managen.
Weitere Beispiele und mögliche Zukunft
Neben Chukwuemeka gibt es nur wenige Spieler mit ähnlichen Statistiken: Randy Nteka (106 Ligaspiele ohne volle 90 Minuten) und Jeff Ekhator (51 Spiele). Alan Virginius hat in 166 Einsätzen nur einmal ein Spiel fast vollständig bestritten. Informelle Diskussionen unter Clubs, darunter mehrere Premier-League-Vertreter, über eine mögliche Erweiterung auf 28-Mann-Kader und sechs Auswechslungen könnten diesen Trend weiter verstärken, obwohl derzeit keine offizielle Änderung durch den Ifab geplant ist.
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