Gerichtsvollzieher beschlagnahmt Ryanair-Flugzeug in Linz wegen ausstehender Entschädigung
Wichtige Fakten
- • Ein Gerichtsvollzieher platzierte einen Pfändungsaufkleber in einer Ryanair-Maschine am Flughafen Linz.
- • Die Airline hatte eine Gerichtsanordnung ignoriert, 890 Euro an eine Passagierin zu zahlen.
- • Der Streit geht auf einen 13-stündig verspäteten Flug von Linz nach Mallorca im Jahr 2024 zurück.
- • Bei Zahlungsverzug kann das Boeing-737-Flugzeug zwangsversteigert werden.
- • Passagierrechtsgruppen kritisieren Billigfluglinien für mangelnde Entschädigungszahlungen.
Gerichtliche Pfändung eines Flugzeugs
Österreichische Behörden haben ein Ryanair-Flugzeug am Flughafen Linz beschlagnahmt, nachdem die Airline eine Gerichtsanordnung zur Zahlung von 890 Euro an eine Passagierin ignoriert hatte. Der Gerichtsvollzieher platzierte einen Pfändungsaufkleber im Flugzeug, der rechtliche Kontrolle über die Maschine gibt und eine Zwangsversteigerung ermöglicht, falls die Schuld nicht beglichen wird.
Hintergrund des Streits
Der Konflikt begann 2024, als ein Flug von Linz nach Mallorca um 13 Stunden verspätet war. Die betroffene Passagierin, die einen Alternativflug bezahlen musste, klagte erfolgreich auf Erstattung und Entschädigung nach EU-Flugpassagierverordnungen. Ryanair zahlte nicht, woraufhin die Passagierin Vollstreckungsmaßnahmen beantragte.
Reaktionen und Folgen
Ryanair bestritt die Beschlagnahmung, äußerte sich aber nicht zur Schuld oder dem Pfändungsaufkleber. Der Flug nach London konnte unter Auflagen fortgesetzt werden. Passagierrechtsgruppen kritisieren solche Vorfälle als Beispiel für mangelnde Entschädigungsbereitschaft von Billigfluglinien.
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