Geschichtsstreit belastet polnisch-ukrainische Beziehungen
Wichtige Fakten
- • Kielce stoppte Bus-Lieferung an ukrainische Partnerstadt Winnytsja.
- • Selenskyj gab Armeeeinheit den UPA-Beinamen.
- • Polens Präsident entzog Selenskyj den höchsten Orden.
- • Polens Verteidigungsminister setzte MiG-29-Übergabe aus.
- • Fast die Hälfte der Polen findet Militärhilfe für Ukraine zu hoch.
Der Geschichtsstreit zwischen Polen und der Ukraine eskaliert und gefährdet die enge Zusammenarbeit beider Länder. In Kielce blockierte der Stadtrat auf Druck der rechtsnationalen Opposition die Schenkung von 15 ausrangierten Stadtbussen an die ukrainische Partnerstadt Winnytsja. Ursache ist die Empörung über die Namensgebung ukrainischer Einheiten nach der UPA, die 1943 Massaker an Polen verübte.
Präsident Nawrocki entzog Selenskyj den höchsten polnischen Orden. Der Ukrainer blieb daraufhin einer Konferenz fern und schickte den Orden per Post zurück. Die militärische Zusammenarbeit leidet: Polen setzte die Lieferung von MiG-29-Kampfjets vorläufig aus. In Umfragen fordert fast die Hälfte der Polen weniger Unterstützung für die Ukraine.
Beobachter sehen den Streit von beiden Seiten bewusst angefacht – Polens Opposition mache antiukrainische Stimmung, Selenskyj nutze das Thema für innenpolitische Ablenkung. Experten warnen vor Spielraum für Russland.
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