Gottesanbeterin verbreitet sich in Deutschland rasant – Klimawandel als Ursache
Wichtige Fakten
- • 15.000 Sichtungen seit Juli registriert
- • NABU nennt Klimawandel als Hauptgrund
- • Vorkommen im Rheinland und Berlin bis Thüringen
- • Weibchen fressen Männchen bei Paarung
- • Für Menschen ungefährlich, Fangschlag 50-60 ms
Rasant steigende Sichtungen
In diesem Sommer werden in Deutschland ungewöhnlich viele Gottesanbeterinnen registriert. Seit Anfang Juli meldeten Bürgerinnen und Bürger über 15.000 Sichtungen des Insekts an ein Online-Portal des NABU – deutlich mehr als im gesamten Vorjahr. Der Naturschutzbund erklärt, dass die Tiere durch ihre markante Erscheinung auch von Laien fast immer korrekt erkannt werden: 99,9 Prozent der Bilder seien richtig.
Ausbreitung durch Klimawandel
Die Gottesanbeterin galt lange als Exotin und kam vor allem am Kaiserstuhl vor. Inzwischen findet man sie entlang des Rheins sowie in einem Gebiet zwischen Berlin und Thüringen. Fachleute führen diese Ausbreitung auf wärmere Temperaturen zurück: Die Ei-Pakete benötigen Wärme zur Entwicklung, wie NABU-Experte Helge May erklärt, der den Klimawandel als entscheidenden Faktor nennt. Zudem berichten Forscher derzeit auch über Auswirkungen des Klimawandels auf Mikroalgen. Die Gottesanbeterin ist für ihr spektakuläres Paarungsverhalten bekannt, bei dem das Weibchen das Männchen etwa bei einem Drittel der Paarungen-frisst. Für Menschen ist sie jedoch ungefährlich. Ihr Fangschlag dauert nur 50 bis 60 Millisekunden.
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