Homeschooling in Österreich: Ein Vorbild für Deutschland?
Wichtige Fakten
- • In Österreich sind rund 4.000 Kinder für Heimunterricht angemeldet.
- • Etwa jeder fünfte Prüfling fällt bei der Externistenprüfung durch.
- • Homeschooling ist in Österreich seit 1867 verfassungsrechtlich verankert.
- • Bildungsforscherin kritisiert fehlende soziale Kontakte.
- • Rechtspopulistische Parteien nutzen das Thema für ihre Zwecke.
Die Externistenprüfung
In Österreich werden Kinder, die zuhause unterrichtet werden, jährlich vor den Sommerferien geprüft. Die Externistenprüfung umfasst den kompletten Jahresstoff. Etwa jeder fünfte Prüfling besteht die Prüfung nicht oder tritt nicht an. Familien schildern, dass der Lernstoff selbst besorgt werden muss. Der häusliche Unterricht ist in Österreich seit 1867 verfassungsrechtlich verankert.
Gründe für Heimunterricht
Früher wurde Heimunterricht vor allem von wohlhabenden Familien genutzt. Heute entscheiden sich Familien aus pragmatischen Gründen dafür, zb wegen besonderer Bedürfnisse der Kinder oder flexibler Lebensgestaltung. Neuerdings spielen auch wissenschaftsfeindliche oder religiöse Motive eine Rolle, wie mit Schule als Institution unzufriedene Bewegungen.
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