Elfte Nacht in Folge: US-Luftangriffe auf Iran – Huthi-Blockade gegen Saudi-Arabien
Wichtige Fakten
- • Iran bestreitet nukleare Aktivitäten im Berg 'Pickaxe Mountain'.
- • Jemens Huthi-Rebellen verhängen Seeblockade gegen Saudi-Arabien.
- • US-Krieg gegen Iran kostet bisher 37,5 Milliarden Dollar.
- • Iran startet Gegenangriffe auf US-Stützpunkte in Kuwait, Jordanien und Bahrain.
- • Rohölpreis steigt auf 95 Dollar pro Barrel.
Erneute US-Luftangriffe auf Teheran
In der elften Nacht in Folge hat die US-Armee erneut militärische Ziele im Iran bombardiert. Erstmals seit Wiederbeginn der Angriffswelle wurde die Hauptstadt Teheran zum Ziel. Die Flugabwehr wurde aktiviert, doch ARD-Korrespondent Benjamin Weber berichtete, dass unklar sei, ob die Angriffe tatsächlich Teheran galten; der Morgen in der Hauptstadt verlief ruhig. Die US-Angriffswelle galt nach Angaben des US-Zentralkommandos Militärkommandozentren, der Marine und Standorten der Luftwaffe – mit dem Ziel, Irans Fähigkeiten zu schwächen, den Ölhandel in der Straße von Hormus zu bedrohen.
Huthi-Rebellen verhängen Blockade gegen Saudi-Arabien
Im neuen Höhepunkt der Eskalation erklärten die jemenitischen Huthi-Rebellen am Mittwoch eine diplomatische Seeblockade gegen saudiarabische Häfen. Betroffen ist insbesondere der Zugang zum Roten Meer, der während des Krieges zum wichtigsten Exportweg für saudiarabisches Öl wurde. Drei Tanker, die saudisches Rohöl nach China und Indien transportieren sollten, drehten um und steuerten Kurs auf den Suez-Kanal. Der Iran startete seinerseits Angriffe auf US-Stützpunkte in Kuwait, Jordanien und Bahrain. In Jordanien sollen vier Raketen abgefangen worden sein, zwei einschlugen in unbewohntem Gebiet.
Trump droht mit Angriff auf Untertage-Anlage
US-Präsident Donald Trump drohte am Dienstag mit „sehr starken“ Angriffen auf die iranische Anlage „Pickaxe Mountain“, einem unterirdischen Areal nahe der Nuklearen Anlage Natans. Der Iran wies die Vorwürfe zurück: Außenamtssprecher Esmail Baghaei betonte, dass es dort keine nuklearen Aktivitäten gebe und bezeichnete die Drohungen als „fabrizierten Vorwand für Aggression“. Trump weigerte sich, anlässlich der bevorstehenden Überführung von vier im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten nach Dover, Delaware, von seinen Drohungen abzulassen.
Kosten und regionale Auswirkungen
Die Kosten des US-Krieges gegen den Iran belaufen sich nach offiziellen Angaben von Verteidigungsminister Pete Hegseth auf 37,5 Milliarden Dollar – ein Anstieg um rund 8 Milliarden seit Mai. US-Außenminister Marco Rubio warnte in Manila vor den weitreichenden Konsequenzen eines iranischen Einflusses auf internationale Wasserstraßen und die Freiheit der Schifffahrt. Der Ölpreis stieg am Mittwoch auf über 95 Dollar pro Barrel (Brent), den höchsten Stand seit sechs Wochen.
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