Iran-Krieg belastet deutsche Reisebranche: TUI verzeichnet Umsatzrückgang
Wichtige Fakten
- • TUI-Umsatzrückgang von 7% bei Sommerbuchungen.
- • Ifo-Geschäftsklima auf historischem Tiefstand.
- • Iran-Krieg kostet TUI 40 Millionen Euro.
- • Nachfrage verlagert sich von Ost- nach Westmittelmeer.
- • Kerosinmangel in Deutschland kurzfristig nicht erwartet.
Stimmung in der Reisebranche auf Tiefpunkt
Die deutsche Reisebranche leidet schwer unter den Folgen des Iran-Kriegs. Der Ifo-Geschäftsklimaindex für die Branche fiel im April auf ein historisches Tief. Mehr als die Hälfte der Reisebüros und Veranstalter beklagen eine schwache Nachfrage. Flugausfälle, teures Benzin und steigende Inflationszahlen verunsichern die Verbraucher, die bei der Buchung zögern.
TUI spürt deutlichen Rückgang
Der weltgrößte Reiseveranstalter TUI verzeichnete einen Rückgang der Sommerbuchungen um 7% im Vergleich zum Vorjahr. Der Iran-Krieg belastete das Unternehmen mit rund 40 Millionen Euro, etwa durch Rückholkosten für aus dem Krisengebiet evakuierte Reisende. Hinzu kamen fünf Millionen Euro Schaden durch Hurrikan Melissa in der Karibik. Die TUI-Aktie notiert 28% unter dem Jahreswechsel. Die Buchungen für Reisen nach Südostasien und an das östliche Mittelmeer brachen ein, was Anbieter wie Ägypten-Move und Kreuzfahrtreedereien hart traf. Davon profitieren Reiseziele wie Spanien, Portugal und die Kanarischen Inseln, die mit Rekordbuchungen rechnen. Die EU-Kommission bemüht sich, langfristig Engpässe zu vermeiden und die Reisewarnungen für Transitländer aufzuheben.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.